Luzerner Kantonsrat
Kanton soll bei Nutzung des Baldeggersees vorwärtsmachen

Das Wasser des Baldeggersees eignet sich für die thermische Nutzung. Doch der See ist in Privatbesitz. Das Luzerner Parlament fordert nun dennoch, dass der Kanton die Zügel in die Hand nimmt.

Dominik Weingartner
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Der Baldeggersee gehört Pro Natura.

Der Baldeggersee gehört Pro Natura.

Bild: PD

Es war ein kleines Abschiedsgeschenk für CVP-Kantonsrat Markus Odermatt: Das Luzerner Parlament zog die Behandlung von Odermatts Postulat an dessen letzten Tag im Kantonsrat vor, damit dieser das Geschäft noch selber im Rat vertreten konnte.

Odermatt forderte in seinem Vorstoss, dass der Kanton Luzern «eine aktive Rolle bei der Nutzung von Seewasser des Baldeggersees für die Energiegewinnung» anstrebt. Denn das Gewässer ist in Privatbesitz und gehört der Umweltschutzorganisation Pro Natura. Dass der See für die thermische Nutzung geeignet ist, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2016.

Der Kanton soll nun aber grundlegende Abklärungen mit Pro Natura treffen und dies nicht alleine den Investoren und Gemeinden überlassen, so die Forderung Odermatts. «Potenzielle Investoren wollen wissen, ob Pro Natura überhaupt interessiert ist», sagte er während der Debatte.

Die Regierung beantragte, das Postulat nur für teilweise erheblich zu erklären. Denn die Details über die Nutzung von Seewasser müssten vor Ort geklärt werden, sagte der zuständige Regierungsrat Fabian Peter (FDP). «Am Baldeggersee geht es jetzt darum, geeignete Gebiete aufzuzeigen», so Peter. «Es braucht Investoren, es braucht die Gemeinden.» Natürlich biete der Kanton Unterstützung an. «Aber es ist nicht die Aufgabe des Kantons, Investoren ins Boot zu holen. Das muss vor Ort passieren», sagte Peter.

Der Kantonsrat folgte diesen Argumenten nicht. Er überwies das Postulat von Markus Odermatt als erheblich.

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