Griechenland

Wohnung heizen mit Brennholz: Griechische Regierung will Heizöl-Steuer nicht senken

Alles was brennt, wird gesammelt

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Trotz des Smog-Alarms in Athen will die griechische Regierung die Steuern auf Heizöl nicht senken. Billigeres Heizöl sei «nicht die Lösung» für das Problem. Damit dürften die Griechen ihre Wohnung weiter mit Brennholz heizen.

Seit die Griechen immer mehr mit Brennholz ihre Wohnung heizen, kämpft Athen mit Smog - und trotzdem will die Regierung die Steuern für Heizöl nicht senken. Billigeres Heizöl sei nicht die Lösung für das Problem.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Adonis Georgiadis und Umweltminister Giannis Maniatis forderte er bedürftige Hauptstadtbewohner stattdessen auf, Heizölzulagen und kostenlosen Strom in Anspruch zu nehmen.

Ungewöhnlich hohe Smog-Belastung

Athen hat als Folge der Wirtschaftskrise mit einer ungewöhnlich hohen Smog-Belastung zu kämpfen.

Weil immer mehr Griechen ihre Wohnung mit Brennholz heizen, hatte das Umweltministerium am Montag Alarm geschlagen.

Die Behörden forderten die Hauptstadtbewohner auf, weniger oft ihren Kamin zu nutzen.

Der Brennholz-Smog war erstmals im Dezember vergangenen Jahres in Athen aufgetreten.

Immer mehr Griechen greifen wegen schrumpfender Haushaltsbudgets und der gestiegenen Heizöl-Steuer auf Holz zurück.

Das belastet nicht nur die Luft, sondern führt auch zu einer Zunahme des Holzdiebstahls in Griechenlands Wäldern.

Die Regierung hatte deshalb kürzlich beschlossen, besonders arme Familien in der Smog-intensiven Zeit kostenlos mit Strom zu versorgen, damit diese ihre Wohnungen mit Heizstrahlern wärmen können.

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