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Wer für seine Einkäufe einen Sack möchte, soll dafür bezahlen

Wer für seine Einkäufe einen Sack möchte, soll dafür künftig in die Tasche greifen. Der Bund will die Gratisabgabe von Tragtaschen aller Art verbieten und so die Verschwendung von Papier und Plastik eindämmen

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Eingekauft: Kunden mit Tragtaschen in Zürich (Symbolbild, Archiv)

Eingekauft: Kunden mit Tragtaschen in Zürich (Symbolbild, Archiv)

Keystone

Egal, ob sie Lebensmittel posten, im Elektronikgeschäft zuschlagen oder einen neuen Pullover kaufen: Wer für seine Einkäufe einen Sack möchte, soll dafür künftig bezahlen.

Der Bund will die Gratisabgabe von Tragtaschen aller Art verbieten und so die Verschwendung von Papier und Plastik eindämmen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

«An Verkaufsstellen von Produkten oder Lebensmitteln dürfen keine Tragtaschen gratis an Konsumenten und Konsumentinnen abgegeben werden», lautet die Bestimmung, die das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit Datum vom 15. Januar 2014 vorgeschlagen hat.

Als Tragtasche gelten dabei «jegliche Arten von Taschen, wie zum Beispiel Säcke und Beutel, unabhängig vom Material, aus dem sie gefertigt sind».

Mit diesem Vorschlag will das Bafu eine Motion von CVP-Nationalrat Dominique de Buman umsetzen, welche das Parlament 2012 überwiesen an.

Er forderte darin ein generelles Verbot der Wegwerf-Plasticsäcke, die viele Detailhändler an der Kasse abgeben. Mit den Plänen des Bafu ist de Buman nun aber gar nicht zufrieden.

«Das Amt macht aus unverständlichen Gründen genau das Gegenteil», kritisiert er.

Er verbiete nur die Gratisabgabe, wolle diese Vorschrift aber auch auf Papiersäcke und herkömmliche Plastiksäcke anwenden.

Am kommenden Freitag will das Bafu interessierte Kreise genauer über seine Vorschläge informieren.

Kritik kommt schon im Vorfeld auch vom Gewerbeverband. Er bezeichnet den Entwurf des Bafu als öko-bürokratischen Unsinn. (nch)

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