Brand

Waldbrand in Sperrzone um Atomkraftwerk von Tschernobyl gelöscht

Die Sperrzone gilt bis heute: Nach der Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurde ein Gebiet weit rund um die Anlage radioaktiv verseucht. (Archivbild)

Die Sperrzone gilt bis heute: Nach der Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurde ein Gebiet weit rund um die Anlage radioaktiv verseucht. (Archivbild)

Nach zwei Tagen haben Feuerwehrleute einen Waldbrand in der Sperrzone um das havarierte ukrainische Atomkraftwerk von Tschernobyl gelöscht. Das Feuer habe zu keinerlei Anstieg der Radioaktivität geführt, erklärte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstagabend.

Der Waldbrand war am Dienstagmorgen in weniger als zehn Kilometer Entfernung von dem Akw ausgebrochen. Insgesamt breitete er sich laut Behörden auf eine Fläche von zehn bis 15 Hektar aus. Rund 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz, aus der Luft unterstützten Löschflugzeuge und ein Helikopter die Arbeiten.

Am 26. April 1986 war Reaktor 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl bei einem Sicherheitstest explodiert.

Der GAU rund hundert Kilometer nördlich von Kiew war der schwerste Atomunfall in der Geschichte, die Umgebung des Akw ist bis heute stark verstrahlt. In den übrigen drei Tschernobyl-Reaktoren wurde weiterhin Energie erzeugt, bis das Akw im Dezember 2000 schliesslich vollständig geschlossen wurde. 2006 wurde der havarierte Reaktor mit einem sogenannten Sarkophag abgeschirmt.

In der Umgebung des Reaktors brechen immer wieder Wald- und Buschbrände aus. 2015 hatte ein solches Feuer vier Tage lang gewütet.

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