«Warum sollten wir nicht einen Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch herausgeben? Wir sind schliesslich ein Schweizer Unternehmen», sagte Hayek. Swatch hat aber nicht nur bewusst auf eine Fassung auf Deutsch verzichtet, sondern auch jedes Kapitel in einem anderen Dialekt abgefasst.

Der Sprache sei dabei relativ frei gewählt worden. Swatch habe keine akademische Arbeit machen wollen, sagte Hayek am Rande der Medienkonferenz der Nachrichtenagentur sda. «Vielleicht wird ein Appenzeller oder Walliser auch da und dort etwas finden, das nicht ganz seinem Dialekt entspricht.» Für die Übersetzung waren zahlreiche Leute zuständig.

Dem Konzern geht es mit dem Jahresbericht in Schweizerdeutsch aber wohl auch um seine Position in der Swissness-Debatte. In der Schweiz gehe es viel zu oft nur um die Verteilung von Geld, führte Hayek aus. «Dabei müssen wir wieder darüber reden, wie wir das Geld verdienen.»

Das gehe nur mit qualitativ hochwertigen Produkten. Die Schweiz müsse daher wieder in die Produktion investieren, Mehrwert generieren und Arbeitsplätze schaffen. Swissness müsse gelebt werden, mit Inhalt und Wert gefüllt werden, und zwar für die Konsumenten weltweit, die darauf vertrauen würden, sagte Hayek. Gewinnverteilung, Abgangsentschädigungen und Shareholder Value würden irrelevant, wenn nichts mehr verdient werde in der Schweiz.