Das Kapitalergebnis halbierte sich beinahe auf 49,6 Millionen Franken. Dazu bezahlte Visana auch mehr Steuern, sodass der Unternehmenserfolg um knapp 8 Prozent auf 181,1 Millionen Franken sank, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Dabei ging es beim Versicherungsgeschäft aber kräftig nach oben. So nahm Visana 3,5 Milliarden Franken an Prämien ein, ein Plus von 6,4 Prozent. Der gesamte Ertrag aus dem Versicherungsgeschäft - worin unter anderem Prämienverbilligungen und Rückversicherungen enthalten sind - stieg mit 6,2 Prozent schneller als der Aufwand, der um 5 Prozent zunahm. Der Schaden-Kosten-Satz, in der Branche ein wichtiges Mass für die Profitabilität, verbesserte sich auf 95,3 Prozent von 96,1 Prozent.

Zuwachs bei Versicherten

In der obligatorischen Krankenversicherung (KVG-Gereich) kletterte der Erfolg um 9 Prozent auf 84,5 Millionen Franken, im Zusatz- und Unfallversicherungsgeschäft (VVG/UVG-Bereich) um fast die Hälfte auf 77,6 Millionen Franken. Die Leistungskosten seien weniger hoch ausgefallen als erwartet, schrieb Visana in einem Communiqué. Entlastend habe auch der Risikoausgleich gewirkt, obschon nicht mehr so deutlich wie im Jahr zuvor.

Die Visana konnte im letzten Jahr neue Kunden anziehen. Im Privatkundengeschäft (Grund- und Zusatzversicherung) zählte die Gruppe zum 1. Januar 2019 855'000 Versicherte, das sind rund 3,5 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist. Zum Anstieg trugen auch die rund 13'500 Versicherten der Galenos Kranken- und Unfallversicherung bei, die seit 2018 zur Visana gehört. Diese herausgerechnet betrug der Zuwachs 1,7 Prozent.

Alleine in der Grundversicherung sind 641'000 Personen bei der Visana versichert, ein Plus von 4,2 Prozent. Das erneute Wachstum in der Grund- und Zusatzversicherung führt Visana auf eine unterdurchschnittliche Kündigungsquote zurück.

Im Firmenkundengeschäft konnte Visana ebenfalls wachsen. So waren bei ihr per 1. Januar 2019 mit 16'000 rund ein Fünftel mehr Firmen, Behörden und Organisationen gegen Unfall oder Lohnausfall versichert. Dazu trug auch die Übernahme des kollektiven Krankentaggeldgeschäfts der Concordia Versicherungen per 1. Januar 2019 bei.