Geldpolitik

US-Notenbank legt Zinspause ein und will Bilanzabbau bald anpacken

Vorerst alles wie bisher: Fed-Präsidentin Janet Yellen (in einer Aufnahme vom Mai dieses Jahres am G7-Gipfel in Bari, Italien).

Vorerst alles wie bisher: Fed-Präsidentin Janet Yellen (in einer Aufnahme vom Mai dieses Jahres am G7-Gipfel in Bari, Italien).

Die US-Notenbank Fed hält den Leitzins nach zwei Erhöhungen in diesem Jahr vorerst konstant. Sie beliess ihn am Mittwoch in der Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent.

Experten hatten damit gerechnet, nachdem die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen den geldpolitischen Schlüsselsatz erst im Juni auf das aktuell gültige Niveau gehievt hatten. Sie wollen noch dieses Jahr nachlegen - wann, ist jedoch noch unklar.

Die Fed betonte lediglich, die konjunkturelle Entwicklung mache "schrittweise Erhöhungen" erforderlich. Da die Konjunktur wieder rund läuft, will Yellen sie nicht mehr so stark anschieben und die gigantische Bilanzsumme abschmelzen. Dieses Vorhaben solle "relativ bald" in Angriff genommen werden, kündigte die Fed an.

Experten rechnen für September mit der Veröffentlichung eines detaillierten Plans. Die Fed hat ihr Portfolio mit dem massiven Ankauf von Wertpapieren in den Jahren nach der Weltfinanzkrise auf 4,5 Billionen Dollar anwachsen lassen. Sie will den Bestand an Staatsanleihen allmählich abbauen.

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