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Urabstimmung zu Konflikt Migros versus Piller im November

Mitte November zeigt sich, wie es im internen Migros-Konflikt weitergeht. (Archivbild)

Mitte November zeigt sich, wie es im internen Migros-Konflikt weitergeht. (Archivbild)

Am 16. November entscheiden die Genossenschafter der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg, wie es im Konflikt zwischen Genossenschaftspräsident Damien Piller und der Migros weitergeht. An diesem Tag wird die im September aufgegleiste Urabstimmung stattfinden.

124'000 Genossenschafterinnen und Genossenschafter aus den beiden Kantonen werden abstimmen können, wie die Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg mitteilte. Mitte September hatten die Genossenschaftsräte den Weg für eine solche Abstimmung freigemacht, mit der die Situation deblockiert werden soll.

Der Migros-Genossenschaftsbund in Zürich hatte im Sommer Strafanzeige gegen Damien Piller, den langjährigen Präsidenten der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg, eingereicht. Er will mit der Strafanzeige erreichen, dass Vorwürfe zu ungetreuer Geschäftsführung gegen Piller von unabhängiger Stelle untersucht werden.

Ein von der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg in Auftrag gegebener Expertenbericht entlastete Piller Ende August. Es gebe keine Beweise dafür, dass Piller Geld unterschlagen und sich persönlich bereichert habe. Die Verwaltung der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg steht hinter ihrem Präsidenten Piller.

Das ist nicht der Fall für den Genossenschaftsrat der Migros Neuenburg-Freiburg: Er entzog Mitte September in einer Konsultativabstimmung Piller und der restlichen Verwaltung das Vertrauen.

Abschlussbericht liegt vor

Wie die Verwaltung der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg am Freitag ebenfalls mitteilte, liegt nun auch der Abschlussbericht des externen Experten vor. Auch gemäss diesem Bericht hat sich Piller im Rahmen von Bauprojekten in Belfaux FR und La Roche FR nicht in illegaler Weise bereichert.

Es lägen aber gewichtige Führungsmängel und eine ungenügende Beaufsichtigung seitens der Verwaltung der neuenburgisch-freiburgischen Migros-Genossenschaft vor. Die Verwaltung hat deshalb von Piller zusätzliche Informationen verlangt. Aus dem Communiqué der Westschweizer Migros-Genossenschaft geht auch hervor, dass die Direktion dieser Genossenschaft Fragen des externen Experten nicht beantwortete.

Überbauungen mit Supermarkt

Laut Medienberichten soll die Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg in den Jahren 2014 und 2015 zwei Zahlungen von insgesamt gut 1,6 Millionen Franken an Firmen getätigt haben, die Piller selber gehören sollen.

Die Firmen hätten im Kanton Freiburg Überbauungen realisiert, in denen jeweils ein Migros-Supermarkt eingemietet sei. Piller solle auch als Rechtsberater dieser Firmen fungiert haben. Geschäftsmann und Anwalt Piller wies schon Anfang Juli alle Verdachtsmomente von sich.

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