Harter Alkohol, der vor dem 1. Januar dieses Jahres hergestellt wurde, darf demnach wieder in Geschäften und Gaststätten angeboten werden. Das gilt auch für fabrikneue Flaschen, die mit einem roten Steuersiegel markiert werden. Das Startsignal wird Gesundheitsminister Leos Heger im Laufe des Tages geben.

Tschechien hatte den Schnapsverkauf vor anderthalb Wochen wegen einer beispiellosen Vergiftungsserie generell gestoppt. Mindestens 26 Menschen sind in dem EU-Mitgliedsland an Spirituosen gestorben, die mit Methanol gepanscht waren.

Die Behörden mahnen weiter zur Vorsicht und warnen eindringlich vor dem Genuss von Spirituosen unklarer Herkunft. Nach einer Schätzung der Polizei könnten seit Ende August bis zu 15'000 Liter vergifteter Schnaps in Umlauf gekommen.