WEF 2020

Trump: Greta Thunberg soll sich auf andere Länder konzentrieren

Die EU muss sich mit dem Handelsabkommen beeilen: US-Präsident Donald Trump vor den Medien in Davos kurz vor seinem Abflug nach Zürich.

Die EU muss sich mit dem Handelsabkommen beeilen: US-Präsident Donald Trump vor den Medien in Davos kurz vor seinem Abflug nach Zürich.

US-Präsident Donald Trump hat Klimaaktivistin Greta Thunberg aufgefordert, andere Länder statt den USA stärker in den Fokus zu nehmen. Von der EU verlangte er am Mittwoch vor seinen Pool-Medien in Davos Eile beim Handelsabkommen.

Die USA seien "sauber und schön", sagte Trump an die Adresse Thunbergs. Aber es gebe einen anderen Kontinent, "wo Rauch aufsteigt", sagte Trump, ohne Asien, China oder Indien namentlich zu nennen. "Greta sollte anfangen, sich um diese Länder zu kümmern."

Manche Aspekte der Klimadebatte seien seiner Meinung nach ein "Schwindel" sagte Trump, ohne Beispiele zu nenne. Zugleich betonte er, die USA wollten sauberes Wasser und saubere Luft.

Trump behauptete, er hätte Thunberg gerne in Davos getroffen. "Sie hat mich auf dem "Time"-Magazin ausgestochen", sagte er. "Time" hat Thunberg zur "Person des Jahres" 2019 gekürt.

EU zur Eile gedrängt

Von der EU verlangte der US-Präsident mehr Tempo bei den Verhandlungen über ein Handelsabkommen. "Sie müssen sich jetzt beeilen", sagte Trump. Die EU sei ein deutlich schwierigerer Verhandlungspartner als China.

Die USA hätten 150 Milliarden US-Dollar im Handel mit der EU verloren, behauptete Trump.Er verlangte, die EU müssten die USA fair behandeln. Es gebe zwar keinen Zeitplan für ein Ende der Verhandlungen, er habe aber ein Datum im Kopf - dies sei nicht mehr weit entfernt. Er habe erst das Teilabkommen mit China abschliessen wollen, bevor er sich um Europa kümmere.

WTO weiter im Visier

Trump wiederholte seine Kritik an der Welthandelsorganisation (WTO) und verlangte erneut eine Reform. Die WTO habe die USA lange Zeit sehr unfair behandelt, sagte Trump. Ohne die Organisation habe China nie die Rolle einnehmen können, die das Land nun innehabe. China und auch Indien hätten nun grossartige Vorteile.

WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo betonte, das System habe in vielen Bereichen nicht richtig funktioniert. "Die WTO muss sich ändern." Dazu sei die Handelsorganisation bereit. Alle müssten zusammenarbeiten, damit die WTO eine relevante Rolle angesichts der aktuellen Herausforderungen spielen könne.

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