Der Tarif für die allgemeinen Systemdienstleistungen sinkt 2018 um 20 Prozent, wie die Netzwerkbetreibergesellschaft Swissgrid am Mittwoch mitteilte. Für die Endverbraucher beträgt dieser noch 0,32 Rappen. Im laufenden Jahr zahlen Endverbraucher dafür noch 0,40 Rappen pro Kilowattstunde verbrauchtem Strom.

Grund für die sinkenden Systemdienstleistungstarife sind laut Swissgrid tiefere Kosten für die Regelleistungsvorhaltung. Mit der von Kraftwerken zur Verfügung gestellten Regelenergie gleicht Swissgrid die Differenz zwischen Stromproduktion und -verbrauch aus.

Auch der Abbau einer bestehenden Überdeckung wirke sich positiv aus. Deckungsdifferenzen können entstehen, weil die Netzbetreiberin die Tarife jeweils aufgrund von Planzahlen im Voraus ermittelt. Innerhalb des Geschäftsjahres weichen dann die tatsächlichen Kosten und Erlöse von den Annahmen ab, wie es weiter heisst.

Die Tarife für die Netznutzung sinken im Vergleich zum laufenden Jahr um 6 bis 8 Prozent. Dies kommt zustande, weil Swissgrid die eigenen Betriebskosten "konsequent" senkt, wie die Netzbetreiberin schreibt. Zudem setze sie Auktionserlöse, die aus dem grenzüberschreitenden Engpassmanagement eingenommen werden, für die Tarifsenkung ein.

Die Netznutzungstarife finanzieren unter anderem die Strominfrastruktur wie Masten und Leitungen. Swissgrid stellt diese den direkt am Übertragungsnetz angeschlossenen Verteilnetzbetreibern in Rechnung. Diese kalkulieren dann auf dieser Basis sowie aufgrund ihrer eigenen Netzkosten ihre jeweiligen Tarife. Für die Konsumenten fallen die Stromtarife daher je nach Region unterschiedlich hoch aus.