Wirtschaft

Steigender Bedarf: 2028 könnten 35'000 Fachkräfte im ICT-Bereich fehlen

Die Wirtschaft müsse unter anderem in der Informatik mehr Lehrstellen schaffen, um den Bedarf an Fachkräften zu decken.

Die Wirtschaft müsse unter anderem in der Informatik mehr Lehrstellen schaffen, um den Bedarf an Fachkräften zu decken.

Der Bedarf an Fachkräften in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) steigt überdurchschnittlich stark an, wie eine neue Studie zeigt. Bei der Ausbildung müssten ausserordentliche Massnahmen getroffen werden.

(agl) Bis 2028 werden knapp 118'000 neue ICT-Fachkräfte benötigt, wie eine Studie des Verbandes ICT-Berufsbildung Schweiz prognostiziert. Davon können mit den heutigen Bemühungen nur rund 70 Prozent durch neue Berufsabsolventinnen und die Zuwanderung abgedeckt werden, schreibt der Verband am Donnerstag in einer Mitteilung. «Um der stark steigenden Nachfrage gerecht zu werden, müsste die Schweiz in den nächsten acht Jahren 35'800 zusätzliche ICT-Fachkräfte ausbilden».

Dies sei eine Herausforderung für die gesamte Wirtschaft sowie die öffentliche Verwaltung, heisst es in der Mitteilung weiter. Alle Unternehmen sowie die Verwaltung müssten deshalb Verantwortung für einen ausreichenden ICT-Nachwuchs tragen. Laut dem ICT-Verband muss deutlich mehr in Lehrstellen und Weiterbildung in der Informatik und Mediamatik investiert werden, zudem sei ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis anzustreben.

Der Präsident von ICT-Berufsbildung Schweiz, Andreas W. Kaelin, geht jedoch davon aus, dass das Schweizer Bildungssystem «trotz ausserordentlicher Anstrengungen» nicht in der Lage sein wird, den Bedarf an Fachkräften zu decken. Die Schweiz könne ihre Wettbewerbsfähigkeit nur beibehalten, «wenn in Zukunft weiterhin auf einfache Art und Weise die benötigten spezialisierten ICT-Fachkräfte aus dem Ausland beschafft werden können», wird Kaelin in der Mitteilung zitiert.

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