Arbeitsmarkt

SGB fordert Massnahmen zur Eindämmung von Temporärarbeit

Laut dem Gewerkschaftsbund soll es bei den sozialen Rechten keinen Unterschied machen, ob jemand fest oder temporär angestellt ist. (Symbolbild)

Laut dem Gewerkschaftsbund soll es bei den sozialen Rechten keinen Unterschied machen, ob jemand fest oder temporär angestellt ist. (Symbolbild)

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert von Politik und Unternehmen Massnahmen zur Eindämmung der Temporärarbeit. Deren Zunahme sei besorgniserregend.

Seit 1995 habe sich der Anteil dieser "potenziell prekären" Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2,6 Prozent verfünffacht, teilte der Gewerkschaftsbund am Montag mit.

Zwar seien 2012 mit dem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte erzielt worden, die Zunahme der Temporärarbeit sei dennoch besorgniserregend.

Gleiche Rechte gefordert

"Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden, und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten", forderte SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard am Montag an einer Medienkonferenz.

Von Bund und Kantonen fordert der SGB, dass Obergrenzen für den Temporäranteil im Beschaffungswesen festgelegt und Temporärbüros systematisch überprüft werden. Temporäre müssten dieselben Anstellungsbedingungen haben wir ordentlich Angestellte.

Dieses Gleichbehandlungsprinzip solle in den Gesamtarbeitsverträgen realisiert und gesetzlich festgeschrieben werden. Zudem brauche es bessere Präventionsmassnahmen bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, so der SGB.

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