Die detaillierten Daten, Methoden und Resultate zu den Untersuchungen sind klassifiziert, wie das ENSI am Mittwoch mitteilte. Sie werden im Interesse der nationalen und internationalen Massnahmen zur Terrorismusprävention, und damit zum Schutz von Mensch und Umwelt, nicht veröffentlicht.

Das ENSI hatte nach den Attentaten vom 11. September 2001 in den USA von den Betreibern eine vertiefte Analyse zur nuklearen Sicherheit bei einem vorsätzlichen Absturz eines Verkehrsflugzeugs auf ein Kernkraftwerk verlangt. In der Zwischenzeit wurden neue Flugzeugtypen in Betrieb genommen. Auch die Navigationstechnik entwickelte sich weiter.

Deshalb forderte das ENSI 2013 von den AKW-Betreibern, dass sie die Studien zum vorsätzlichen Flugzeugabsturz entsprechend aktualisieren. Dabei wurden an einem Flugsimulator neue Versuche zur Anfluggeschwindigkeit durchgeführt, um den Einfluss der weiterentwickelten Steuer- und Navigationsanlagen zu berücksichtigen.

Auch die Anprallberechnungen wurden unter Berücksichtigung des aktuellen Wissensstands gegenüber den ersten Untersuchungen aus dem Jahr 2002 verfeinert. Es wurden zudem grössere, heutzutage eingesetzte Flugzeugtypen berücksichtigt. Alle Schweizer Kernkraftwerke erfüllen laut ENSI die entsprechenden Vorgaben des Regelwerks.