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Roche verlängert Übernahmeofferte für Spark Therapeutics erneut

Roche hat das Übernahmeangebot bereits vor einem halben Jahr lanciert. (Archivbild)

Roche hat das Übernahmeangebot bereits vor einem halben Jahr lanciert. (Archivbild)

Der Pharmakonzern Roche bleibt hartnäckig. Die Übernahmeofferte für den Gentechnik-Spezialisten Spark Therapeutics wird erneut verlängert.

Neue Frist ist der 1. Oktober um 17.00 Uhr (New York Zeit), teilte Roche am Dienstag mit. Das letzte Stichdatum wäre der (heutige) Dienstag gewesen.

Das Angebot werde verlängert, um den US-Handelsbehörden (FTC) und der britischen Wettbewerbsbehörde (CMA) zusätzliche Zeit zu geben, die Prüfungen der Übernahme abzuschliessen. Die Parteien blieben der Transaktion verpflichtet und arbeiteten eng mit den Behörden zusammen, heisst es.

Laut Mitteilung der Citibank an Roche sind per Ende August bislang 9,284 Millionen Spark-Aktien (24,1%) angedient worden. Um die Übernahme abzuschliessen, ist eine Mehrheit erforderlich. Angekündigt hatte Roche die Transaktion bereits Ende Februar.

Einstieg in die Gentherapie

Roche will so viel Geld in die Hand nehmen, weil man damit auf einen Schlag zu einem führenden Unternehmen im zukunftsträchtigen Bereich Gentherapie aufsteigen würde. Spark gehört zu den Pionieren in diesem Bereich.

Zudem hat Spark eine neuartige Gentherapie zur Behandlung der Bluterkrankheit (Hämophilie A) in der Pipeline, die schon bald auf den Markt kommen könnte. Mit dem eigenen Mittel Hemlibra gehört Roche bereits heute zu den führenden Unternehmen im Bereich Hämophilie, sichert sich aber mit dem Kauf von Spark einen Spitzenplatz für das Wettrennen um künftige Therapieformen.

Gegenwind von Investorenseite

Doch Roche wehte schon bald ein kräftiger Wind von Investorenseite entgegen. Mehrere Spark-Aktionäre torpedierten mit einer Eingabe an einem US-Gericht die Transaktion. Sie warfen Spark vor, wichtige Informationen unterschlagen zu haben.

Laut den Klageschriften sei es nicht nachvollziehbar, ob der offerierte Preis auch "fair" sei. Das Management von Spark hatte seinen Aktionären im Rahmen der Übernahmeofferte von Roche Ende Februar empfohlen. Spark sei aber laut US-Recht dazu verpflichtet, seinen Aktionären in einem Empfehlungsschreiben zu begründen, weshalb das Angebot von Roche die eigene Firma richtig bewerte.

In diesem Schreiben habe Spark zudem teilweise unvollständige oder auch irreführende Informationen zu Themen wie etwa den Finanzprognosen gemacht, bemängelten die Kläger. Sie forderten, dass diese offengelegt werden.

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