Private Banking

Reichtum: China verdrängt bis 2025 die USA – warum das Folgen für die Schweiz hat

Der hohe Kostendruck verbunden mit neuen Technologien und neuen Ansprüchen von Kunden macht radikale Veränderungen nötig.

Der hohe Kostendruck verbunden mit neuen Technologien und neuen Ansprüchen von Kunden macht radikale Veränderungen nötig.

Experten gehen davon aus, dass der Reichtum nicht mehr in Europa entsteht, sondern vor allem in Asien. Das hat Folgen für die Schweizer Banken.

Kamen einst Kaiser, Könige und Diktatoren in die Schweiz um ihr Geld verwalten zu lassen, reisen heute die Privatbanker ihren Kunden hinterher. Eine Rolle spielt der Wegfall des Bankgeheimnisses. Aber nicht nur.

Die Zahl der Millionäre wird sich bis 2025 im Vergleich zu 2016 verdoppeln. Bis 2025 sollte sich das Vermögen der Millionäre auf gesamthaft 101 Billionen Dollar belaufen. Zu diesem Schluss kommen die Experten des Beratungsunternehmens McKinsey.

Doch das Wachstum findet nicht in gewohnten Gefilden statt: Besonders stark wächst die Zahl der Millionäre in Asien. China werde bis 2025 die USA von der Spitzenposition verdrängen und das Land mit der grössten Millionärsdichte sein. In Europa wächst dagegen das Vermögen der Reichen viel langsamer. Das hat auch damit zu tun, dass die Wirtschaft langsamer wächst.

Die Folgen dieser Entwicklung sind heute schon zu sehen: Die Kosten im Bankgeschäft steigen, die Margen fallen. Für die Schweiz kommt hinzu, dass im Vorfeld der Einführung des automatischen Informationsaustausches und dem Wegfall des Bankgeheimnisses gegenüber dem Ausland unversteuertes Geld «repatriiert» wurde. Dies hat starke Geldabflüsse zur Folge. Was sich wiederum auf die Kosten ausgewirkt habe.

Der hohe Kostendruck verbunden mit neuen Technologien und neuen Ansprüchen von Kunden macht radikale Veränderungen nötig. Banken, die nicht über eine bestimmte Grösse verfügen, können kaum noch gewinnbringend arbeiten, so die McKinsey-Studie.

Erst mit verwalteten Vermögen in Höhe von 15 Milliarden Dollar könne man das Geschäft in Europa profitabel betreiben. Diese Entwicklung habe auch zur Folge, dass sich viele Privatbanken wirklich nur den ganz reichen Kunden widmen. Dazu gehört, wer ein Vermögen von über 30 Millionen habe.

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