Der Bundesrat hat am Mittwoch den jährlichen Bericht des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) über die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen und der Lebensversicherer in der beruflichen Vorsorge per Ende 2009 zur Kenntnis genommen.

Darin beziffert das BSV die gesamte Unterdeckungssumme per Ende 2009 auf 32,1 Milliarden Franken; im Vorjahr waren es noch 52,5 Milliarden Franken. Der grösste Teil der Unterdeckungssumme betraf Kassen mit Staatsgarantie. Der Fehlbetrag sank dort gegenüber 2008 um 5 Milliarden auf 25,6 Milliarden Franken.

Wegen der Staatsgarantie wurden diese Kassen nie vollständig ausfinanziert. Unabhängig von der Situation auf dem Kapitalmarkt liegt ihr Deckungsgrad deshalb unter 100 Prozent. Private Kassen müssen dagegen in der Lage sein, alle Verpflichtungen ihren Versicherten gegenüber auf einen Schlag erfüllen zu können.

In der Wintersession hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, wonach auch die Kassen mit Staatsgarantie in den nächsten 40 Jahren wenigstens einen Deckungsgrad von 80 Prozent aufweisen müssen.

Auch Lebensversicherer erholten sich

Auch die elf privaten Lebensversicherungsgesellschaften, die in der beruflichen Vorsorge tätig sind und fast die Hälfte aller Berufstätigen abdecken, haben sich laut BSV 2009 wieder erholt. 2009 hatten sie Verpflichtungen in Höhe von 124,2 Milliarden Franken (Vorjahr 121,9 Mrd.) in ihren Büchern.

Dies entspricht laut BSV fast einem Sechstel aller Leistungsverpflichtungen der beruflichen Vorsorge. Fast jeder vierte Rentner, der Leistungen aus der beruflichen Vorsorge bezieht, erhält diese durch einen Lebensversicherer ausgerichtet.

Obwohl noch keine gesicherten Daten vorliegen, weisen Berechnungen für 2010 generell auf weitere leichte Verbesserungen der finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtungen hin.