Paketzentrum Härkingen

Onlinehandel fördert die Paket-Flut

Im vergangenen Jahr wurden mit der Post so viele «Päckli» wie noch nie transportiert. Dank dem Onlinehandel konnten 3 Prozent mehr Pakete als im Jahr 2014 ausgeliefert werden.

Wenn das Wetter am Wochenende schlecht ist, laufen jeweils am Montag die Förderbänder der Sotieranlage im Paketzentrum der Post auf Hochtouren. Ausgelöst wird diese Paketflut zu Wochenbeginn von Leuten, die Waren im Internet bestellen, wie Zentrumsleiter Mario Killias ausführte.

Killias erinnerte an die Eröffnung des Paketzentrums im Jahr 1999 und dass seither
1 Milliarde Pakete die Sortieranlage durchlaufen haben. Stefan Luginbühl, Mitglied der Geschäftsleitung PostLogistics und Leiter Paket national/international, sprach von einem Meilenstein in der Geschichte des Paketzentrums.

Priority-Pakete legen weiter zu

2015 transportierte die Post mit einer Stückzahl von 115 Millionen so viele Pakete wie noch nie. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 3 Prozent.

Dieses Wachstum ist vor allem auf die Zunahme im E-Commerce, also im Onlinehandel, zurückzuführen. 2015 wuchs der Online- und Versandhandel um 7,5 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken an.

Damit einhergehend steigt bei der Post der Druck bezüglich einer schnelleren Verarbeitung der Pakete, damit diese rasch bei den Kunden sind. Inzwischen beträgt der Anteil der Priority-Pakete mit einer Zustellung am nächsten Tag fast 50 Prozent. Dieser Anteil betrug vor 15 Jahren noch 20 Prozent. Luginbühl hofft, dass die Post dank dem boomenden E-Commerce ihren gegenwärtigen Marktanteil von 76 Prozent beim schweizweiten Paketgeschäft steigern kann.

Nicht zuletzt deshalb hat die Post auf die veränderten Kundendürfnisse reagiert und Investitionen von rund 60 Millionen Franken für den Ausbau der Sortieranlagen in den Paketzentren in Härkingen, Daillens VD und Frauenfeld TG beschlossen.

Rund 20 Millionen Franken davon wurden für den 2014 abgeschlossenen Ausbau des Paketzentrums in Härkingen aufgewendet.

Mit dem Einbau einer vierten Sortieranlage konnte die tägliche Maximalleistung auf 500'000 Pakete erhöht werden, was einer Steigerung von 25 Prozent entspricht. Werte in dieser Grössenordnung werden allerdings nur zu Spitzenzeiten erreicht, zuletzt im Dezember 2015 mit täglich 450'000 Paketen. Im Normalfall werden in Härkingen täglich rund 290'000 Pakete verarbeitet.

Paket für die Post-Chefin

Am Mittwoch war der Fokus nur auf das milliardste Paket gerichtet. Weil dieses in der Paketflut nicht ausgemacht werden kann, wurde kurzerhand ein Päckli für Susanne Ruoff, die Konzernleiterin der Schweizerischen Post, kreiert und in die Sortieranlage eingespeist. Nur ein paar Minuten später erreichte das Paket via Rutsche Nummer 99 seinen Bestimmungsort für den Weiterversand.

Hier wird das milliardste Postpaket in Härkingen sortiert

Hier wird das milliardste Postpaket in Härkingen sortiert

Im Paketzentrum Härkingen ist am Mittwoch das milliardste Paket seit der Inbetriebnahme 1999 sortiert worden. Dank E-Commerce boomt die Paketpost derzeit wie noch nie.

Das Paketzentrum in Härkingen ist mit einer Fläche 24'600 Quadratmetern übrigens das grösste der drei erwähnten Paketzentren der Post. In Härkingen arbeiten 360 fest angestellte Personen, 15 davon Auszubildende, sowie 50 temporäre Arbeitskräfte.

Zusammen mit dem ebenfalls in Härkingen domizilierten Briefzentrum sowie den weiteren Standorten im Kanton Solothurn, ist die Post nach den SBB und der Solothurner Spitäler AG der drittgrösste Arbeitgeber im Kanton, wie Paketzentrumsleiter Mario Killias erwähnte.

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