Schweizer Börse

Obamas Ideen zur Aufspaltung von Banken drücken UBS- und CS-Kurs

Nacht über dem Paradeplatz in Zürich (Symbolbild)

Nacht über dem Paradeplatz in Zürich (Symbolbild)

Die Regulierungs-Pläne von US-Präsident Obama für Grossbanken kommen bei den Anlegern schlecht an. An der Schweizer Börse verloren die Aktien der Grossbanken UBS und CS deutlich. Das Gerichtsurteil zur UBS-Steueraffäre vermochte der UBS-Aktie hingegen nur wenig anzuhaben.

Nach Bekanntwerden des Urteils weiteten sich die Verluste des ohnehin gebeutelten UBS-Titels zwar auf über 5 Prozent aus. Nach dem ersten Schrecken wurden die Verluste aber wieder eingedämmt.

Ein Händler sagte, dass es sich bei der umstrittenen Aushändigung von Kundendaten an die USA nicht um ein Problem der UBS, sondern um ein politisches Problem handle.

Viel mehr Eindruck gemacht hatten am Morgen die Pläne Barack Obamas, bei den Banken sowohl die Grösse als auch das Ausmass risikoreicher Geschäfte zu begrenzen. Eine Viertelstunde nach Handelsbeginn lagen die UBS-Aktien um 2,8 Prozent im Minus bei 15.11 Franken, und die Credit-Suisse-Papiere sackten gar um 4,4 Prozent auf 48.10 Fr. ab.

Bis zum Handelsschluss verlor der UBS-Titel 3,9 Prozent auf 14.93 Franken. Schwerer getroffen wurde die Credit Suisse: Die Aktie verlor 6,4 Prozent auf 47.06 Franken.

Die CS hatte im vergangenen Jahr einen guten Teil ihres Vorsteuergewinns im Investmentbanking erzielt. Der Markt geht nun laut Händlern offenbar davon aus, dass diese Ertragsquelle, wenn Obamas Pläne Wirklichkeit werden sollten, nicht mehr so stark sprudeln wird wie bisher.

Auch die Aktien der Versicherungen schwächten sich ab, hielten sich aber mit Einbussen von rund einem Prozent deutlich besser als die Banken.

Es handle sich um sehr weitgehende und gleichzeitig noch wenig konkrete Vorschläge, kommentierte die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Es fehlten wichtige Details, und die Hürden der amerikanischen Politik müssten erst noch gemeistert werden, bevor es zu einem Gesetz komme.

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