In den meisten Entwicklungsländern wird zu wenig getan, um den Rückstand bei Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gegenüber den Industriestaaten zu reduzieren.

Aus dem Bericht des World Economic Forum (WEF) mit dem Leitthema «Wachstum und Beschäftigung in einer hypervernetzten Welt» geht hervor, dass in bestimmten Entwicklungsländern zu wenig getan wird, um aus den getätigten IKT-Investitionen konkreten Nutzen in Form von Wettbewerbsfähigkeit, Entwicklung und Beschäftigung zu ziehen.

China fällt zurück

Der Networked Readiness Index (NRI) dieses Berichts hält fest, inwiefern die beteiligten 144 Volkswirtschaften in der Lage sind, die IKT zur Steigerung von Wachstum und Wohlergehen zu nutzen. An der Spitze dieser Rangliste steht Finnland (im Vorjahr auf Platz 3), gefolgt von Singapur (unverändert) und Schweden (2012 auf dem 1. Platz). Die weiteren Plätze in den Top 10 belegen die Niederlande (4.), Norwegen (5.), die Schweiz (6.), Grossbritannien (7.), Dänemark (8.), die USA (9.) und Taiwan (10.). Die Niederlande und Norwegen haben die Schweiz im letzten Jahr überholt.

Etliche aufstrebende Länder wie Taiwan, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die baltischen Staaten haben sich im Ranking weiter verbessert, und einige europäische Länder hinter sich gelassen.

Zypern liegt auf Platz 35, vor Spanien und Italien. Im Gegensatz zu Griechenland, das fünf Ränge zurückgefallen ist, haben sich diese Länder gehalten. Die Brics-Staaten und insbesondere die Volksrepublik China (um 7 Plätze auf Rang 58 zurückgefallen) und Indien (plus einen Rang auf 68) liegen in der Rangliste nach wie vor zurück. Das in den letzten Jahren anhaltende rasche Wachstum in einigen dieser Länder könnte gefährdet sein, sollten keine geeigneten Investitionen in IKT, Fähigkeiten und Innovation getätigt werden, heisst es im Bericht.