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Nachfrage nach Eigenheimen bleibt hoch

Der Risikoindex des Hypothekenvermittlers Moneypark zeigt ein mittleres Risiko einer Blasenbildung am Immobilienmarkt. (Archivbild)

Der Risikoindex des Hypothekenvermittlers Moneypark zeigt ein mittleres Risiko einer Blasenbildung am Immobilienmarkt. (Archivbild)

Die Nachfrage nach Eigenheimen ist in der Schweiz ungebrochen. Zu diesem Schluss kommt die Onlineplattform Moneypark in ihrer jüngsten Studie zum Schweizer Immobilienmarkt. Dort haben die Risiken im vierten Quartal nicht weiter zugenommen.

Der von Moneypark errechnete "Real Estate Risk Index" (RERI) blieb im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal unverändert bei 3,7 Punkten stehen. Dieser Stand impliziere nach wie vor ein mittleres Risiko einer Blasenbildung am Immobilienmarkt, wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie heisst.

In den ersten neun Monaten kletterte der Index hingegen um insgesamt 0,9 Punkte in die Höhe. Der Anstieg der Risiken während des Jahres führt Moneypark in erster Linie auf die eingetrübten Konjunkturaussichten zurück. Zudem könnten sich neue Risiken, wie etwa das Corona-Virus, auf die Weltwirtschaft und auch die Schweizer Konjunktur negativ auswirken, warnen die Studienautoren.

Steigende Preise

Am Schweizer Eigenheimmarkt sei derweil die Nachfrage nach wie vor gross, auch wenn sie durch regulatorische Hürden etwa am Hypothekenmarkt gebremst werde. Dabei seien die Preise für Eigentumswohnungen im Schlussquartal erstmals seit 2017 wieder leicht gestiegen. Und auch die Einfamilienhäuser seien marginal teurer geworden, schreibt Moneypark.

Im gesamten Jahr 2019 zeigen sich in der Entwicklung der Eigenheimpreise aber Unterschiede: Während die Preise für Häuser wegen fehlender Angebote um 1,4 Prozent zugelegt haben, gingen jene für Wohnungen um 1,2 Prozent zurück.

Die Verschuldung beim Kauf von Eigenheimen blieb den Angaben zufolge nach einem leichten Rückgang im Schlussquartal 2018 auf einem unverändert tiefen Niveau. Der Anteil der Hypotheken am Kaufpreis machte im vierten Quartal im Durchschnitt rund 52 Prozent aus. Daraus ergäben sich keine Zusatzrisiken für den Immobilienmarkt, liege der Grenzwert dafür doch bei deutlich höheren 66 Prozent.

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