Wirtschaft

Nach dem Coronalockdown hat sich der Buchhandel fast schon wieder erholt

Der Buchhandel in der Schweiz hat sich nach dem Lockdown fast  erholt – und darf nun hoffen, die eingeläutete Trendwende nicht zu verpassen.

Der Buchhandel in der Schweiz hat sich nach dem Lockdown fast erholt – und darf nun hoffen, die eingeläutete Trendwende nicht zu verpassen.

Der Buchhandel in der Schweiz erholt sich überraschend gut vom Lockdown. Im Juli lagen die Umsätze laut dem Branchenverband noch 3,4 Prozent hinter dem Vorjahresmonat.

(sat) Dass alle Läden im März und April wegen der Coronapandemie acht Wochen schliessen mussten, sei zwar auch für den Buchhandel ein «Riesenschock» gewesen, sagt Tanja Messerli. «Trotzdem gab es Buchhandlungen, die erzählt haben, ‹das war wie Weihnachten›», sagte die Geschäftsleiterin ad interim des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands (SBBV) am Mittwoch gegenüber Radio SRF (Beitrag online nicht verfügbar). Denn viele kleine Buchläden hätten in dieser Zeit «das Onlinegeschäft so richtig ankurbeln» können, so Messerli. Und viele Menschen hätten das regionale Buchhandlungsgeschäft berücksichtigen wollen. Besonders gefragt gewesen seien Kinder- und Jugendbücher.

Wie Tanja Messerli ausführt, hält dieser Trend seit der Wiedereröffnung der Buchläden bis heute an. So meldete Marktführer Orell Füssli bereits früher einen Anstieg des Onlinegeschäfts im Lockdown um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das habe die Rückgänge im stationären Geschäft beinahe ausgeglichen. Für die ganze Branche verkündet Messerli nun, dass die Umsätze im Juli noch ein Minus von 3,4 Prozent aufwiesen. Womit der Buchhandel «in der glücklichen Lage» sei, nach der Krise die Vorjahreswerte fast schon wieder erreicht zu haben.

Damit darf der Buchhandel weiter hoffen, definitiv wieder auf die Erfolgsstrasse zurückzufinden. Zwar waren auch im letzten Jahr erneut weniger gedruckte Bücher verkauft worden. Doch sind 2019 die Umsätze erstmals seit 2013 wieder leicht angestiegen, wie der Buchhändler- und Verleger-Verband bereits im Februar mitteilte. Er sprach damals von einer «Trendwende», welche die Coronapandemie kurz darauf wieder zunichte zu machen drohte.

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