Schneeballsystem

Mutmasslicher Milliarden-Betrüger Stanford stellt sich

Stanford hat sich gestellt (Archiv)

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Der texanische Investor Allen Stanford ist wegen des Verdachts auf einen milliardenschweren Anlagebetrug angeklagt worden.

Die Staatsanwaltschaft in Richmond wirft Stanford und vier Mitangeklagten vor, Anleger durch ein Pyramidensystem um 8 Mrd. Dollar betrogen zu haben.

Die 21 Klagepunkte reichen von Betrug über Geldwäsche bis hin zu Behinderung der Justiz. Gemäss der Klageschrift soll die Stanford Financial Group des texanischen Milliardärs ihr Betrugssystem bereits 1999 begonnen haben, im Februar 2009 flog es auf.

In den vergangenen Monaten wies Stanford die Anschuldigungen wiederholt zurück. Im Verlauf der Verfahrens in Richmond soll ihm Gelegenheit gegeben werden, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.

Zu den Mitangeklagten zählen auch die Chefin seiner Investmentabteilung, Laura Pendergest-Holt, und zwei weitere Angestellte. Auch der Chef der Behörde für Bankenregulierung im karibischen Inselstaat Antigua, wo Standford eine grosse Filiale unterhielt, ist angeklagt. Bei einer Verurteilung drohen allen Angeklagten hohe Haftstrafen.

Der Fall Stanford wird mit dem Skandal um den Finanzjongleur Bernard Madoff verglichen. Madoff hatte sich Mitte März schuldig bekannt, über 20 Jahre hinweg Tausende Anleger um bis zu 65 Mrd. Dollar geprellt zu haben. Madoff droht eine lebenslange Haftstrafe.

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