Wirtschaftscoup

Möbel Pfister wird österreichisch: XXXLutz übernimmt das grösste Schweizer Möbelhaus

Möbel Pfister wird nach Österreich verkauft.

Möbel Pfister wird nach Österreich verkauft.

Möbel Pfister wird nach Österreich verkauft. Die XXXLutz-Gruppe aus dem Nachbarland übernehme die Pfister Gruppe, die damit wettbewerbsfähig bleiben solle, teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit. Die Marke soll bleiben. Auch Arbeitsplätze seien nicht gefährdet, heisst es.

Das im Schweizer Möbelfachmarkt führende Möbelunternhemen Pfister Holding AG mit Sitz in Suhr verkauft die Unternehmen Möbel Pfister AG, Arco Regio AG, Pfister Professional AG und Pfister Vorhang Service AG an die österreichische XXXLutzGruppe.

«Mit diesem strategischen Schritt werden die Unternehmen der Pfister Gruppe gestärkt, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben», teilt das Unternehmen am Mittwochmorgen mit.

«Arbeitsplätze sichern, Verkaufserlös an Mitarbeiter ausschütten» – das sagt Möbel Pfister zum Verkauf

«Arbeitsplätze sichern, Verkaufserlös an Mitarbeiter ausschütten» – die wichtigsten Momente der Medienkonferenz vom Dienstagmorgen.

Die Markennamen Möbel Pfister, Hubacher, Egger und Svoboda werden beibehalten. Für die Mitarbeitenden wird sich durch den Verkauf nichts ändern. Es werde zu keinen Entlassungen kommen.

Wie Möbel Pfister die Gemeinde Suhr prägt:

So begründet Möbel-Pfister-Verwaltungspräsident Rudolf Obrecht den Verkauf an die Österreicher: 

«Wir sind ein gesundes Unternehmen, das schwarze Zahlen schreibt. Für nationale Einrichtungshändler wird es jedoch immer anspruchsvoller sein, sich in einem zunehmend globalisierten und kompetitiven Marktumfeld weiter zu entwickeln. Alles was wir tun, muss dazu beitragen, dass wir uns auch in Zukunft behaupten können, konkurrenzfähig bleiben, profitabel arbeiten und somit Arbeitsplätze sichern.»

Möbelgigant XXXLutz übernimmt Möbel Pfister

«Pfister bleibt Pfister», betont Verwaltungsratspräsident Rudolf Obrecht gegenüber den Medien.

Corina Eichenberger, abtretende FDP-Nationalrätin und Präsidentin der F.G. Pfister Stiftung begrüsst den Verkauf:

«In enger Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat haben wir alle strategischen Optionen an den Grundsätzen der erfolgreichen Entwicklung der Pfister-Unternehmen und der Arbeitsplatzsicherheit gemessen. Das Familienunternehmen XXXLutz teilt mit uns ähnliche Unternehmenswerte und hat die Marktstärke, die Weiterentwicklung der Pfister-Unternehmen und deren Arbeitsplätze in der Schweiz zu sichern.»

XXXL Lutz ist ein österreichisches Familienunternehmen mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. 2018 eröffnete XXXLutz sein erstes Möbelhaus in der Schweiz, in Rothrist.

Die Geschichte von Möbel Pfister:

Der neue Eigentümer von Möbel Pfister betreibt aktuell 297 Einrichtungshäuser in zwölf europäischen Ländern, beschäftigt gut 22'200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Euro.

Erst im September war bei der Möbel Pfister AG Chef Matthias Baumann zurückgetreten - offiziell aus persönlichen Gründen. Derzeit leitet Gruppen-Finanzchef Ivan Bosin das Möbelhaus ad interim.

Baumann ist der Schwiegersohn von Alt-Bundesrat Christoph Blocher und mit dessen Tochter Miriam, der Besitzerin des Basler Läckerli-Huus, verheiratet. Nach Baumanns plötzlichem Abgang war in Medienberichten über die Gründe spekuliert worden.

Während Baumann sich selbst nicht äussern wollte, hatte Blocher der "Schweizer Illustrierten" gesagt, dass sein Schwiegersohn und das Unternehmen "sich über die künftige Ausrichtung in diesem sehr schwierigen Markt nicht mehr einig" gewesen seien.

XXXLutz im ehemaligen Stilhaus in Rothrist

Eröffnung des österreichischen Möbel-Riesen XXXLutz in Rothrist vom 3. April 2018

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