Wirtschaft

Mehr Menschen arbeiten Schicht – dadurch vergrössert sich das Unfallsrisiko

Schichtarbeit, etwa am Fliessband, macht viele Menschen müde. (Symbolbild)

Schichtarbeit, etwa am Fliessband, macht viele Menschen müde. (Symbolbild)

Wegen der Coronakrise wird in mehr Betrieben Schichtarbeit eingeführt. Die Suva gibt Tipps, wie Unfälle dabei vermieden werden können.

(gb.) In der momentanen Krise arbeiten mehr Menschen Schicht, weil damit unter anderem die Abstandsregeln besser eingehalten werden können. Die Schichtarbeit mache die Menschen aber oft müde, schreibt die Suva in einer Mitteilung. Unter anderem, weil sie während Randzeiten, zum Beispiel in der Nacht oder früh am morgen, arbeiten müssen und sich nicht zu den gewohnten Zeiten erholen können. Auch ernährten sich Menschen, die Schichtarbeit leisten, meist ungesünder und nähmen sich zu wenig Zeit dafür, heisst es weiter.

Damit steigt laut der Suva das Risiko für Unfälle und Fehler beträchtlich. So hätten Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter beispielsweise ein sieben- bis achtfach höheres Risiko, zu verunfallen, wenn sie nach der Nachtschicht mit dem Auto nach Hause fahren. Das Risiko steige mit jeder weiteren Nachtschicht an.

Die Suva empfiehlt deshalb genug zu trinken und regelmässig zu essen. Gekochte und warme Mahlzeiten seien dabei zu bevorzugen, weil sie mehr Energie spendeten. Pro Stunde sollte zudem eine kurze Pause gemacht werden, besonders bei repetitiven Arbeiten. Auch in hektischen Zeiten gelten die gesetzlich festgelegten Arbeits-, Pause-, und Ruhezeiten. Diese sollen eingehalten und wenn notfalls beim Arbeitgeber eingefordert werden.

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