"Dem amerikanischen Präsidenten mag es egal sein, wenn er isoliert ist - genauso wenig aber macht es uns etwas aus, eine Vereinbarung von sechs Ländern zu unterzeichnen, wenn die Notwendigkeit dazu besteht", schrieb Macron am Donnerstag auf Twitter. Er schrieb diesen Tweet auch auf Englisch.

"Diese sechs Länder repräsentieren Werte und einen Markt mit dem Gewicht der Geschichte hinter sich, der nun eine wahre internationale Kraft ist", fuhr Macron fort. Er werde Hegemonie mit aller seiner Kraft bekämpfen, sei diese doch lediglich das Überleben des Stärksten. "Hegemonie ist das Ende der Herrschaft des Rechts."

Zerwürfnis droht

Der Gipfel der G7 beginnt an diesem Freitag in Kanada. Es droht ein Zerwürfnis. In vielen inhaltlichen Fragen stehen die USA unter Trump auf der einen Seite, auf der anderen stehen neben Kanada Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Italien und Japan. Es ist offen, ob es eine gemeinsame Abschlusserklärung der G7 geben wird.

Macron hatte sich inhaltlich bereits am Morgen ähnlich geäussert, aber nicht in so scharfer Wortwahl. Ausserdem ist es interessant, dass der Franzose seine Botschaften so kurz vor Beginn des Treffens auf Twitter verstärkt hat, Trumps bevorzugtem Medium.