Wirtschaft

Lonza-Partner Moderna engagiert ehemaligen Novartis-Manager für den Standort Basel

Der Impfstoff von Moderna befindet sich noch in der Testphase. (Symbolbild)

Der Impfstoff von Moderna befindet sich noch in der Testphase. (Symbolbild)

Die amerikanische Firma Moderna entwickelt einen begehrten Corona-Impfstoff. Den Aufbau des europäischen Geschäftsbereichs mit Sitz in Basel übernimmt mit Nicolas Chornet ein ehemaliger Novartis-Mann.

(wap) Der US-Pharmahersteller Moderna gab am Dienstag bekannt, dass Nicolas Chornet per sofort die Leitung des Europageschäfts übernimmt. Der Kanadier wird in Basel arbeiten, wo sich auch der Sitz des Produktionspartners Lonza befindet. Chornet ist seit 18 Monaten bei Moderna. Davor sei er bei Novartis tätig gewesen und daher mit dem europäischen Markt vertraut, heisst es in der Mitteilung.

Moderna baut derzeit die Kapazitäten für die Entwicklung und Produktion des Impfstoffs «mRNA-1273» auf, mit dem die Coronapandemie bekämpft werden soll. Bisherige Ergebnisse zeigten, dass der Stoff zu einer schnellen und starken Immunreaktion gegen das Coronavirus führe, so Moderna in der Mitteilung. Der Impfstoff basiert auf der von Moderna vorangetriebenen Forschung an der sogenannten Messenger-RNA. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, die körpereigene Zellen zur Produktion bestimmter Proteine anregen.

Mit dem Standort in Basel will Moderna sicherstellen, dass die Produktionszusagen auch ausserhalb der USA eingehalten werden können. Dort hat sich die Regierung von Präsident Donald Trump bereit erklärt, knapp eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung des Moderna-Impfstoffs zu investieren. Auch die Schweiz hat mit Moderna einen Vertrag abgeschlossen und 4,5 Millionen Impfdosen reserviert. Insgesamt will Moderna 500 Millionen Impfdosen pro Jahr herstellen, mit der Option, die Produktion auf eine Milliarde Impfdosen pro Jahr auszuweiten.

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