Konkurs Rolf Erb

Letzte fünf Liegenschaften aus dem Erb-Konkurs werden versteigert

Die Villa Wolfensberg in Winterthur gehört zu den letzten Objekten aus der Erb-Konkursmasse. Nun soll sie versteigert werden.

Die Villa Wolfensberg in Winterthur gehört zu den letzten Objekten aus der Erb-Konkursmasse. Nun soll sie versteigert werden.

Die letzten fünf Liegenschaften aus der Erb-Konkursmasse werden im Februar versteigert. Dabei ist auch die Villa Wolfensberg in Winterthur, der ehemalige Wohnsitz von Hugo Erb. Ein fünfzehnjähriges Konkursverfahren steht damit vor dem Abschluss.

In Absprache mit den Gläubigervertretern sei entschieden worden, die letzten noch für die Konkursmasse verbliebenen Liegenschaften koordiniert zu versteigern, teilte das Thurgauer Konkursamt am Mittwoch mit.

Es handelt es sich um zwei landwirtschaftliche Liegenschaften in Salenstein und um drei Liegenschaften in Winterthur: die Villa Wolfensberg, eine Waldparzelle sowie ein landwirtschaftlich nutzbares Grundstück.

Die Villa Wolfensberg sei einige Zeit im freien Verkauf angeboten worden. Es habe sich aber kein Käufer gefunden, erklärte Martin Wenk vom Thurgauer Konkursamt auf Nachfrage von Keystone-SDA. Nun werde sie zusammen mit den anderen Grundstücken versteigert, um den Konkurs abschliessen zu können.

Versteigerung im Februar

Die amtlichen Publikationen für die öffentlichen Versteigerungen sollen bis Ende November 2019 erfolgen, die Auktionen finden dann Mitte Februar 2020 statt. Für das landwirtschaftlichen Grundstücke in Salenstein ist das Thurgauer Konkursamt zuständig, für die Liegenschaften Wolfensberg das Konkursamt Wülflingen-Winterthur.

Das Verfahren um den Erb-Konkurs läuft seit rund 15 Jahre. Nun steht es vor dem Abschluss. Die Firmengruppe hatte bei der Pleite einen Schuldenberg von über sechs Milliarden Franken hinterlassen. Zu den Gläubigern gehören vor allem Banken, aber auch Private und wegen Steuerschulden auch der Kanton Zürich.

Im März 2019 konnte das Thurgauer Konkursamt bereits Schloss Eugensberg in Salenstein samt Umschwung an den Innerschweizer IT-Unternehmer Christian Schmid verkaufen. Der Mindestpreis lag bei 35 Millionen Franken, der genaue Verkaufserlös wurde nicht bekannt gegeben.

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