Wirtschaft

KOF erwartet Steuerausfälle von über 25 Milliarden Franken

Wegen der Coronakrise gehen die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren um bis zu 25 Milliarden Franken zurück.

Wegen der Coronakrise gehen die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren um bis zu 25 Milliarden Franken zurück.

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) rechnet für dieses Jahr mit einem deutlichen Rückgang der Wertschöpfung um 5,5 Prozent. Nächstes Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 5,4 Prozent wachsen.

(sku) Diese Prognosen macht die KOF aufgrund der aktuellen Entwicklungen des Coronavirus. Die Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten im Sommer dürfte einen noch höheren Wertschöpfungsrückgang verhindern. Weil der Bund zudem rasch finanzielle Unterstützung anbot, konnten bislang drastische Anstiege der Arbeitslosenzahlen und Konkurse vermieden werden, wie die KOF am Freitag mitteilte. Trotzdem rechnet sie Ende Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent.

Durch die Zunahme der Arbeitslosenzahlen und die Kurzarbeitsentschädigungen werden die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung dieses Jahr voraussichtlich um etwa 20 Milliarden Franken ansteigen. Dabei entfallen 75 Prozent allein auf die Kurzarbeitsentschädigungen.

Laut der KOF müssen Bund, Gemeinden und Kantone in den nächsten Jahren mit einem Rückgang der Steuereinnahmen um mehr als 25 Milliarden Franken rechnen. Wegen Verzögerungen im Erstellen der endgültigen Steuerrechnungen dürften aber nur rund 5 Milliarden Franken die Ergebnisse dieses Jahres betreffen. Der grösste Ausfall werde voraussichtlich 2021 erfolgen.

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