Italienische Medien berichten seit Wochen über Hoffnungen der von Berlusconis Familie kontrollierten Sendergruppe Mediaset, mit ProSiebenSat.1 zu fusionieren.

ProSiebenSat.1 konzentriere sich auf den bevorstehenden Start der Streaming-Plattform Joyn und entwickle smarte Werbetechnologien, erklärte dagegen Conze. "Damit setzen wir einen digitalen europäischen Champion für Unterhaltung und Handel auf."

Auch dieser Satz bedeutet eine Absage an Mediaset: Mediaset-Chef Pier Silvio Berlusconi - der Sohn des in eine jahrzehntelange Skandalserie verwickelten Patriarchen - will den "ersten paneuropäischen Free TV-Anbieter" schmieden, wie er italienischen Medien gesagt hatte. Laut einem Bericht der Zeitung "Il Messaggero" denkt die Mediaset-Spitze an eine gemeinsame Holding in den Niederlanden oder Belgien.

Mediaset hatte am Mittwoch publik gemacht, dass der Mailänder Konzern knapp zehn Prozent der Anteile an ProSiebenSat.1 gekauft hat. Den Einstieg der Italiener als Aktionäre hatte Conze begrüsst, doch eine weitere Annäherung wäre in München offensichtlich unerwünscht.