Frauenquote
Jasmin Staiblin: «Quoten sind unnötig»

Die ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin glaubt, dass die Qualifizierung über eine Beförderung entscheiden sollte - und nicht eine Quote. Doch sie plädiert für ein familienfreundliches Umfeld in Unternehmen.

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Jasmin Staiblin, ABB-Schweiz-Chfin

Jasmin Staiblin, ABB-Schweiz-Chfin

Jasmin Staiblin hat an der Spitze von ABB Schweiz seit fünf Jahren konsequent auf den Heimmarkt gesetzt. Mit Erfolg: Die Schweiz hat China überholt und ist heute der grösste Einzelmarkt der Schweizer Landesgesellschaft.

Von Frauenquoten hält die Managerin und junge Mutter nichts. «Die Qualifizierung muss entscheiden und nicht eine Quote», sagt sie dem «Sonntag» im grossen Interview. Staiblin wurde wegen ihres Mutterschaftsurlaubs als Chefin von 6000 Mitarbeitern kritisiert.

ABB Schweiz, die elf konzerneigene Kinderkrippen betreibt, lobt sie als «vorbildliche Arbeitgeberin». Die 40-jährige Ingenieurin ist überzeugt, dass Firmen, die ihren Mitarbeitern ein familienfreundliches Umfeld bieten, dafür belohnt würden. «Deshalb sollten Arbeitgeber gute Rahmenbedingungen schaffen.»

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