In der Stadt Luzern stossen die Hotels in den Hochsommermonaten an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch in der übrigen Zentralschweiz sind sie gut gebucht. «Die Rückmeldungen der Hoteliers lassen auf eine gute Sommersaison schliessen. Für den Zeitraum von Juli bis Mitte September rechnen wir in der Stadt mit einer Zimmerauslastung von rund 90 Prozent», sagt Marcel Perren, Direktor von Luzern Tourismus. Auch die Hotels in den anderen Gebieten der Tourismusregion Luzern-Vierwaldstättersee seien gut unterwegs.

Was die Hoteliers besonders freut: Sie waren dank der ungebrochen hohen Nachfrage in der Lage, in den verschiedenen Herkunftsmärkten höhere Zimmerpreise durchzusetzen. «Bereits im Vorjahr erreichten die Preise einen Rekord. In diesem Stil dürfte es Schritt um Schritt weitergehen. Das ist wichtig, denn der Investitionsbedarf ist in der Hotelbranche hoch», so Perren.

Luzerner Hotelpreise 
im Schweizer Durchschnitt

Im vergangenen Jahr stieg der durchschnittliche Zimmererlös pro Gast um 2,4 Prozent auf mehr als 143 Franken. Das entspricht ziemlich genau dem schweizerischen Durchschnitt. Zu Vergleich: In Zürich, wo 70 Prozent der Hotelgäste Geschäftsleute sind, liegt das Mittel nur 24 Franken höher.

Die verschiedenen Herkunftsländer tragen in unterschiedlicher Weise zum Touristenaufkommen bei. Die Logiernächte-Zahlen von Januar bis Ende Mai machen deutlich, dass in erster Linie die Schweizer und die US-Amerikaner dafür sorgten, dass in der Zentralschweiz trotz durchzogenem Frühlingswetter die Vorjahreszahlen leicht anstiegen. «Ich war kürzlich in den USA. Dort ist die wirtschaftliche Stimmung gut, und jedes Jahr reisen mehr Amerikaner nach Europa. Was die Schweizer Gäste angeht, so können zwei, drei grosse Tagungen eine grosse Wirkung entfalten. Gut möglich, dass das Bürgenstock-Resort dazu beigetragen hat. Es ist in diesem Geschäftsbereich erfolgreich tätig», sagt Perren.

Deutlich rückläufig war hingegen in den ersten fünf Monaten die Gästezahl aus der Volksrepublik China. In der Region hielt sich das Logiernächte-Minus mit 2,2 Prozent noch in Grenzen. In der Stadt Luzern fiel es mit 9,9 Prozent recht krass aus. Perren: «Das geringere Wirtschaftswachstum dämpft die Reiselust. Begrenzte Flugkapazitäten und die Visabeschaffung spielen auch eine Rolle.»