Pandemie
Die Schweiz, das Hochrisikoland: Immer mehr Länder erschweren die Einreise wegen der Corona-Situation

Die USA warnen ihre Staatsbürger vor Reisen in die Schweiz. Sie sind nicht alleine: In den vergangenen Wochen haben mehrere Länder die Schweiz zurückgestuft – mit Folgen für Reisende.

Stefan Ehrbar Jetzt kommentieren
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Er ist wieder zuhause: Reisender am Flughafen Zürich.

Er ist wieder zuhause: Reisender am Flughafen Zürich.

Pascal Meier / Unsplash

Reisen Sie nicht in die Schweiz: Diese Botschaft vermitteln das US-Aussenministerium und die Seuchenschutzbehörde seit dieser Woche. Wegen den hohen Fallzahlen bestehe auch für vollständig Geimpfte das Risiko einer Ansteckung. US-Amerikaner dürfen seit einigen Wochen wieder in die Schweiz reisen. Umgekehrt ist das nicht der Fall: Die USA sind für Reisende aus den Schengen-Staaten mit wenigen Ausnahmen wie Ehepartner geschlossen.

Die hohen Fallzahlen in der Schweiz sind auch anderen Ländern nicht entgangen – und haben nun Konsequenzen für Personen aus der Schweiz, die ins Ausland reisen. Innerhalb der Schengen-Zone ist dies mit einem Corona-Zertifikat relativ unbeschwert möglich. Doch vereinzelte Länder haben die Massnahmen für Schweizer verschärft.

Quarantäne- und Testpflicht

So stuft beispielsweise Tschechien die Schweiz mittlerweile als Land mit «hoher Ansteckungsgefahr» ein (siehe Liste). Zu dieser Kategorie gehören auch Deutschland und Frankreich, aber nicht Italien oder Österreich. Nicht geimpfte Einreisende aus der Schweiz müssen einen negativen Test vorweisen, sich online anmelden und frühestens nach 5 Tagen einen weiteren PCR-Test durchführen.

Seit dem 16. August stuft auch Norwegen die Schweiz als Risikoland ein (anders als etwa Österreich oder Italien), womit eine Quarantänepflicht einhergeht. Diese gilt nicht für vollständig Geimpfte mit einem gültigen Zertifikat. Auch Litauen führt die Schweiz auf seiner am Montag aufdatierten Liste als Risikoland, womit die Testpflicht und eine 10-tägige Selbstisolation einhergehen. Geimpfte müssen sich nicht isolieren.

Geimpfte können mehr reisen

Rumänien bezeichnet die Schweiz auf der zuletzt am 26. August aktualisierten Liste ebenfalls als Land mit hohem Risiko. Nicht Geimpfte aus der Schweiz müssen damit für 14 Tage in Quarantäne.

Auch einige Länder ausserhalb von Europa haben die Bestimmungen für Einreisende aus der Schweiz zuletzt verschärft. So steht die Schweiz auf der roten Liste von Qatar. Die Einreise ist nur für vollständig Geimpfte möglich, selbst nicht geimpfte Kinder müssen in die Hotelquarantäne.

Oman, das zuletzt an Beliebtheit als Feriendestination gewonnen hatte, erlaubt die Einreise nur vollständig Geimpften, Japan wiederum führt fast alle europäischen Länder inklusive der Schweiz auf seiner roten Liste und verbietet die Einreise mit wenigen Ausnahmen.

Immerhin: Im Vergleich zur Situation vor einem Jahr können Menschen aus der Schweiz derzeit in deutlich mehr Länder reisen – falls sie geimpft sind. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, vor der Ferienplanung oder der Abreise die länderspezifischen Regeln genau zu studieren. Eine Übersicht bieten etwa das Portal travelnews.ch, das Portal tripsguard.com oder die Internationale Airline-Organisation IATA.

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