Giada Ilardo
Die Gründerin der Tattoo-Kette Giahi erobert die Zürcher Bahnhofstrasse mit einem Luxus-Piercing-Konzept

Giada Ilardo gründete die Tattoo-Kette Giahi mit Filialen in Zürich, Winterthur, Luzern und Basel. Nun lanciert sie eine neue Luxusmarke auf drei Stockwerken an der Zürcher Einkaufsmeile.

Stefan Ehrbar
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So soll die neue Luxusmarke daherkommen.

So soll die neue Luxusmarke daherkommen.

zvg

Giada Ilardo (38) hat mit der Tattoo-Kette «Giahi» ein kleines Imperium aufgebaut. In Medienberichten wird sie als «Schweizer Tattoo-Queen» und «Selfmade-Millionärin», die «Bilanz» führte sie als eine der 100 reichsten Schweizerinnen und Schweizer unter 40. Ihre Tattoo-Kette betreibt Filialen in Zürich, Luzern, Basel und Winterthur. Künftig soll ihr Name aber auch für sich selbst stehen – und für Luxus an prominenter Lage.

An der Zürcher Bahnhofstrasse 70, wo bisher eine Filiale der Kette «Zara Home» eingemietet war, wird sie voraussichtlich im November einen Laden der nach ihr benannten Marke «Giada Ilardo» eröffnen, wie eine Sprecherin bestätigt. Es sei die «Geburtsstunde des neuen Brands, bei dem über drei Stockwerke verteilt hochwertiger und exklusiver Piercing-Schmuck und Service-Leistungen angeboten werden.»

Tattoos sind Mainstream

Die neue Marke splitte sich als Piercing- und Schmuck-Marke im Premium-Bereich von «Giahi» ab. Im Erdgeschoss soll luxuriöser Piercing-Schmuck verkauft werden, im Untergeschoss gebe es eine Lounge mit hauseigenen Goldschmieden, und im ersten Obergeschoss würden Serviceleistungen rund um Piercings angeboten.

So soll es im Laden aussehen.

So soll es im Laden aussehen.

zvg

Die Marke Giahi werde sich künftig auf die Tattoos konzentrieren. Neueröffnungen dieser Makre seien vorerst nicht geplant, so die Sprecherin. Die Neueröffnung zeigt, dass Tattoos und Piercings längst im Mainstream angekommen sind und ein einträgliches Geschäftsfeld darstellen. Für die etwa 600 Quadratmeter grosse Filiale an der Bahnhofstrasse dürfte wohl alleine die Jahresmiete einen Betrag in einstelliger Millionenhöhe kosten.

Auch Aldi will an die Bahnhofstrasse

Laut dem Immobilien-Beratungsunternehmen Cushman & Wakefield wurden vor der Krise an der Zürcher Einkaufsmeile durchschnittlich 9'000 Franken Jahresmiete pro Quadratmeter bezahlt. Zuletzt ist einige Bewegung in die teuerste Schweizer Einkaufsstrasse gekommen. Wie der Tages-Anzeiger berichtete, kommt es zu 15 Mieterwechseln, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Auch in den Nebenstrassen ist einiges los. So hat letzte Woche Aldi eine Filiale in der Nähe der Bahnhofstrasse eröffnet.

Warum Zara seine Zara-Home-Filiale in Zürich aufgibt, gibt der Besitzer Inditex nicht bekannt. Das Sortiment werde nun im Stammhaus ein paar Meter weiter an der Bahnhofstrasse angeboten, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Zudem empfange der Zara-Home-Laden in Genf weiterhin die Schweizer Kunden.

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