Airline
Gegroundete deutsche Airline bringt Swiss ins Rotieren

Die deutsche Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany stellt mit sofortiger Wirkung den Flugbetrieb ein. Das Grounding hat Folgen für die Swiss. Die deutsche Airline führt jeden Tag 14 Flüge für Swiss durch. Diese

Drucken
Fokker 100 von OLT Express

Fokker 100 von OLT Express

OLT Express

Die Airline mit Sitz im Bremen teilte am Sonntagabend mit, der Anteilseigner Panta Holdings B.V. aus den Niederlanden trage das von Geschäftsführung und Mitarbeitern entwickelte Sanierungskonzept nicht mit. Die Fluggesellschaft war seit längerem finanziell angeschlagenen. Um die Gesellschaft zu retten waren Mitarbeiter bereit, in Teilzeit zu arbeiten und auf Gehalt zu verzichten.

Die Fluggesellschaft, deren Wurzeln als norddeutscher Inselflieger bis 1958 zurückreichen, bediente seit vergangenem Jahr vor allem sogenannte Nischenstrecken abseits grosser Drehkreuze. In Deutschland flog die Gesellschaft unter anderem ab Dresden, wo sie vor knapp einem Jahr frühere Linien der insolventen Cirrus Airlines nach Zürich und Hamburg übernahm.

Genau deswegen rotiert nach dem plötzlichen aus von OLT heute auch die Swiss. OLT Express führte für die Swiss 14 Flüge pro Tag durch. Die zwei Fokker 100 Maschinen flogen unter anderem nach Stuttgart, München, Warschau und Birmingham. «Wir konnten für alle Flüge, die mit den Maschinen von OLT Express durchgeführt wurden, einen Ersatz finden», sagt Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek. Einige Flüge habe die Swiss selbst übernehmen können, bei anderen Destinationen seien Partner wie beispielsweise Helvetic Airways eingesprungen. Flug-Annulationen habe es keine gegeben. «Wir gehen auch für die Zukunft davon aus, dass wir das gesamte eigene Angebot aufrecht erhalten können», so Ptassek weiter.
Anders sieht es bei denjenigen OLT-Express-Flügen aus, die mittels Codesharing-Vereinbarungen auch für Swiss-Passagiere verfügbar waren: «Für diejenigen Passagiere, die ein Swiss-Ticket gebucht hatten und mit OLT Express nach Dresden oder Bremen fliegen wollten, mussten Alternativen gefunden werden», sagt Ptassek. Was mit diesen Strecken in Zukunft passiere, sei noch unklar. Beim Codesharing teilen sich zwei oder mehrere Fluggesellschaften einen Linienflug. Alle beteiligten Gesellschaften führen diesen Flug unter einer eigenen Flugnummer. Es ermöglicht den Airlines, Flüge anzubieten, die sie gar nicht selbst durchführen. Dadurch erweitert sich ihr Streckennetz.

Aktuelle Nachrichten