Alu Menziken

Frohe Aussichten für die Alu Menziken

Alu Menziken soll wieder Gewinn machen (Archiv)

Alu Menziken soll wieder Gewinn machen (Archiv)

2009 ist für die Alu Menziken ein Jahr zum Vergessen: Trotz 80 abgebauter Stellen resultierte ein Minus von fast 14 Millionen. Jetzt soll alles besser werden.

Thomas Röthlin

Klaus Sernetz, Verwaltungsratspräsident der Alu Menziken und CEO des Mutterkonzerns Montana Tech Components, überraschte am Dienstag in Menziken die Medien mit einer frohen Botschaft: «Der März 2010 war mit 1462 Tonnen das absolute Produktionshighlight.»

2009 lag der Jahres-Output des Reinacher Presswerks für Industriekomponenten bei ganzen 9400 Tonnen. Besser, aber immer noch rückläufig war der Umsatz bei den Flugzeugteilen in Menziken. Insgesamt machte die Alu Menziken Extrusion AG knapp 14 Mio. Franken Verlust. Zusammen mit den soliden Aerospace-Fabriken in den USA sackte das Betriebsergebnis der grössten Montana-Divison von über 13 Mio. Euro (2008) auf unter 3Mio. Euro zusammen.

Montana auf drei Standbeinen

Unter dem Strich schrieb der drei Jahre junge Konzern 2009 erstmals einen Gewinn über 4,6 Mio. Euro. Sernetz bezeichnete die Diversifizierung als «Erfolgskomponente für die Krisenfestigkeit». Montana fertigt neben Alu-Einbauteilen auch Maschinen zur Stahlkennzeichnung und Mikrobatterien.

2010 soll das Ergebnis um sportliche 50 Prozent wachsen - und Alu Menziken den Grossteil dazu beitragen. Der Blick auf das erste Quartal stimmt Sernetz mehr als zuversichtlich für den Turnaround. Ein Strategiewechsel hin zu grösseren Kunden, zum Beispiel im Solarenergiesektor, erlaube eine bessere Auslastung der Anlagen. 40 Temporärstellen konnten geschaffen werden, das ist die Hälfte des Abbaus im Horrorjahr 2009. Der monetäre Verlust soll sogar mehr als kompensiert werden.

Laut Sernetz «brauchte Alu Menziken genau diese Konjunkturkrise, um den strukturellen Ballast endlich abzuwerfen». Die Produktion sei nun schlank, das Management werde folgen.

Im zweiten Halbjahr wird die Produktion von Flugzeugprofilen ins neue Werk nach Rumänien verlagert. Die betroffenen Mitarbeiter in Menziken sollen in Reinach weiterarbeiten können. Das Areal inklusive Hochhaus will Klaus Sernetz «schnellstmöglich verwerten».

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