Beide Pharmariesen haben neue Studienresultate präsentiert. Dabei hatte Roche gleich zwei Pleiten zu verkünden: Der Konzern erzielte bei der zulassungsrelevanten Studie mit Lampalizumab bei Patienten mit einer bestimmten Augenkrankheit (trockene Makuladegeneration) nicht die gewünschten Resultate. Für die Erkrankung gibt es bis dato keine Therapie.

Wie Konzernchef Severin Schwan im Frühling zur «Schweiz am Wochenende» sagte, ist das Augenmittel einer der grössten Hoffnungsträger, um die wegbrechenden Umsätze der Kassenschlager aufzufangen, die den Patentschutz verloren haben. Nun droht in dem Projekt ein Abschreiber, sofern die zweite, gleich aufgebaute Studie nicht bessere Ergebnisse präsentiert.

Den zweiten Rückschlag verzeichnet Roche mit dem Krebsmedikament Zelboraf bei Hautkrebspatienten. Dort konnte die Arznei das Wiedererkrankungsrisiko nicht wie erhofft reduzieren. Anders bei Kontrahent Novartis: Dieser konnte eine solche Verbesserung mit seiner Arzneikombination Tafinlar/Mekinist bei Hautkrebspatienten erzielen. Zudem läuft es bei Novartis auch bei den Augenkrankheiten besser.

Wie jüngste Zwischenergebnisse aus einer Augenstudie mit dem seit 10 Jahren zugelassenen Mittel Lucentis zeigen, erzielt die Arznei eine bessere Wirksamkeit gegen die feuchte Makuladegeneration als Konkurrenzmittel Eylea von Bayer. (wal)