Simone Aebischer

Flight Attendant: «Der Vulkan zwingt mich zu Ferien»

Von Island ins Freiamt: Der Ausbruch des Eyjafjallajökull hat auch auf Freiämter Auswirkungen.

Vulkan

Von Island ins Freiamt: Der Ausbruch des Eyjafjallajökull hat auch auf Freiämter Auswirkungen.

Manchester, Düsseldorf und Paris standen am Freitag auf ihrem Flugplan – stattdessen wartet Flight Attendant Simone Aebischer (25) aus Büttikon nun zu Hause, bis die Flugsperre endlich aufgehoben wird.

Andrea Weibel

Simone Aebischer sitzt auf ihrem Sofa und schaut sich alte Filme an. «Eigentlich wäre ich jetzt irgendwo im Ausland, aber stattdessen zwingt mich der Vulkan quasi dazu, Ferien zu machen», schmunzelt die 25-Jährige aus Büttikon.

Sie war in der vergangenen Woche bei der Fluggesellschaft Swiss zur Reserve eingeteilt. «Wenn ich Dienst habe, muss ich öfter meinen Flugplan checken, denn in der Reserve bekommt man manchmal recht spontan Flüge zugeteilt», beschreibt sie. «Dann schaue ich mir auch öfter die Nachrichten auf BBC oder CNN an, um mich zu informieren. Da habe ich das mit der Flugsperre mitbekommen.»

«Wenigstens zu Hause»

Am Freitag wäre Simone Aebischer für zwei Flüge eingeteilt gewesen: frühmorgens nach Manchester, später dann nach Paris. «Der Flughafen in Manchester war schon bald zu, also hat man mich stattdessen für Düsseldorf eingeteilt», erinnert sie sich. Donnerstags um 22 Uhr wurde dann auch dieser Flug gestrichen. «Die Dispo hat mich insgesamt fünfmal angerufen, zuletzt am Freitag um 8 Uhr morgens, um mir mitzuteilen, dass nun auch Paris geschlossen sei», so Aebischer.

Sie hat das ganze Hin und Her gelassen hingenommen. «Es bringt ja nichts, sich aufzuregen, denn wir können sowieso nichts machen», sagt sie schulterzuckend. «Zumindest bin ich hier zu Hause gestrandet und muss nicht irgendwo im Ausland die Zeit totschlagen.» Ihre Mitbewohnerin hatte weniger Glück, denn sie sitzt in Lissabon fest, wo sie gerade Urlaub gemacht hat.

Donnerstag: Los Angeles?

Vorerst ist die Büttikerin zum Warten verdammt. «Wenn das noch lange anhalten sollte, bekäme ich schon ein mulmiges Gefühl», gibt Aebischer zu verstehen. Jedoch ist sie zuversichtlich: «Der Österreichische Luftraum wurde gestern bereits wieder geöffnet, darum glaube ich, dass ich bald wieder arbeiten gehen kann.» Der nächste Flug auf ihrem Plan geht am Donnerstag nach Los Angeles. «Ich hoffe, dass der auch wirklich startet.» Bis dahin geniesst die junge Flight Attendant ihre unverhofften freien Tage.

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