Rita Schneider

Eine Umfrage hat ergeben: Die Nachfrage für eine Tagesschule ist vorhanden. «Gemäss den kantonalen Vorgaben sind wir verpflichtet, eine Tagesschule anzubieten», erläuterte Gemeinderat Walter Bütikofer (BDP) am Infoanlass in Kirchberg. Eine spezielle Kommission habe sich dieser Aufgabe angenommen.

Als Standort eignen sich die Kellerräume der Schulanlage am Schulweg 11. In eben diesen Räumen bietet der gemeinnützige Frauenverein seit einigen Jahren drei Mal wöchentlich einen Mittagstisch an. Weil die Räume im Souterrain liegen, sind sie allerdings düster und bedürfen dringend einer Renovation.

«Nach und nach müssen wir uns zudem mit einer Totalrenovation dieses Schulhauses anfreunden», berichtet Bütikofer.

Mehr Licht und neuer Zugang

Die Fenster der betreffenden Räume befinden sich auf Höhe des Aussenterrains. Damit mehr Licht einfällt, soll entlang der Aussenmauer eine Anschrägung des Terrains und damit verbunden ein neuer Eingang mit einer kleinen Terrasse entstehen. Die Renovationsarbeiten werden so gestaltet, dass eine Weiterführung derselben in den oberen Geschossen nahtlos geschehen kann. Dereinst soll das ganze Schulhaus Minergiestandard aufweisen.

Für den Einbau einer Tagesschule belaufen sich die Kosten auf 255 000 Franken, für die energetische Sanierung sind 170 000 Franken vorgesehen, und für wertvermehrende Investitionen (Licht, Treppe, neuer Zugang) belaufen sich die Kosten auf 125 000 Franken. Der Gemeindeversammlung von Kirchberg im Dezember wird die Bewilligung eines Kredites von total 255 000 Franken beantragt.

Zentraler Feuerwehrstandort

2003 schloss sich die Feuerwehr Kirchberg mit derjenigen von Rüdtligen-Alchenflüh zusammen. Nun habe sich gezeigt, dass die dezentrale Lagerung des Materials mit etlichem zeitlichen Aufwand verbunden sei, erläuterte Gemeinderat Marc Dummermuth (SP).

Deshalb wird nun eine Erweiterung des bestehenden Magazins am Schulweg ins Auge gefasst. Mit der Erweiterung können drei Einstellplätze für Feuerwehrautos und ein kombinierter Einstellplatz mit Waschstation geschaffen werden. Im Obergeschoss ist ein Mannschafts- und ein Kommandoraum vorgesehen. Ebenfalls geplant ist der Einbau von Duschen.

Standort, Zeitpunkt, Finanzen

Mit der geplanten Erweiterung des Magazins könnte auch ein Begehren für eine öffentliche Toilette erfüllt werden. Für die geplante Erweiterung wird um Krediterteilung in Höhe von 980 000 Franken ersucht. Das Vorhaben soll von der Gemeinde vorfinanziert und durch die Feuerwehrabgaben zurückbezahlt werden.

Beat Elsässer, Mitglied der Finanzkommission, meldete Bedenken wegen der Finanzierung an. Finanziell sei die Gemeinde in einer stabilen Lage. Allerdings müsse man sich bewusst sein, dass sich die Wirtschaftskrise steuertechnisch erst in den nächsten Jahren auswirke. Auch wenn die Ausgaben aus der Spezialfinanzierung beglichen würden, müsse die Gemeinde so quasi als Bank dienen. «Zudem kommen in nächster Zeit mit der Renovation des Schulhauses und dem 40-jährigen Saalbau grosse Aufgaben auf die Gemeinde zu.»

Ein weiterer Votant machte sich Sorgen betreffend Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule. Dummermuth berief sich auf Abklärungen, die im Vorfeld gemacht wurden. «In knapp 13 Prozent der Einsätze musste die Feuerwehr zu Schulzeiten ausrücken», betonte er, und dies könne man seiner Ansicht nach verantworten. Zudem käme ein Standort etwas ausserhalb viel teurer und würde für die Feuerwehrleute im Ernstfall einen weiteren Anfahrtsweg bedeuten.

Erweiterung nicht unbestritten

Die Erweiterung des Feuerwehrmagazins scheint nicht unbestritten zu sein. Das letzte Wort dazu haben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember.