Rüstungsindustrie

EADS beteiligt sich doch an Ausschreibung für US-Tankflugzeuge

KC-30-Tanker beim Auftanken eines B2-Bombers (unten)

KC-30-Tanker beim Auftanken eines B2-Bombers (unten)

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS will doch noch einmal bei dem milliardenschweren Auftrag der US-Luftwaffe für Tankflugzeuge mitbieten. Die Nordamerika-Tochter werde das Angebot am 9. Juli einreichen, teilte der Konzern mit.

"Die Diskussionen zwischen EADS North America und potenziellen US-Partnern zur Bildung eines erfolgreichen Bieterteams schreiten voran", hiess es weiter.

Das von deutschen und französischen Anteilseignern dominierte Unternehmen EADS und sein US-Partner Northrop Grumman hatten im März eigentlich ihren Rückzug aus dem Bieterwettbewerb über 179 Tankflugzeuge im Wert von zunächst 35 Milliarden Dollar verkündet.

Beide Konzerne begründeten dies mit unfairen Wettbewerbsbedingungen und beklagten, dass die Ausschreibung voll auf den US-Konkurrenten Boeing zugeschrieben worden sei.

Daraufhin schalteten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ein und warnten vor "allen protektionistischen Versuchungen".

Schliesslich erklärte sich das Pentagon bereit, die Ausschreibungsfrist zu verlängern, um EADS ein neues Angebot nach dem Ausstieg von Northrop Grumman zu ermöglichen. US-Präsident Barack Obama versprach einen fairen Wettbewerb.

Die US-Luftwaffe muss 534 Tanker und Frachter ersetzen. Das verspricht langfristig ein Geschäft von 100 Milliarden Dollar. Im ersten Los geht es um 68 Maschinen für zwölf Milliarden Dollar und undatierte Folgeaufträge für 111 Flugzeuge.

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