Boeing 777-300ER
Die «Triple Seven» der Swiss ist da! Wir schauen uns an Bord um und staunen

Ist die neue Boeing 777-300ER der Swiss wirklich so toll? Die Antwort haben wir an Bord gesucht - und ja, dieses Interieur schlägt alles, was wir in einem Swiss-Flieger bislang gesehen haben.

Stefan Schuppli
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Die «Triple Seven» ist auf dem Flughafen Zürich-Kloten von einer grossen Gästeschar in Empfang genommen worden. Zuvor hatte die Boeing 777-300ER – begleitet von zwei F/A-18 der Schweizer Luftwaffe – den Flughafen Zürich-Kloten im Tiefflug überflogen, um dann kurz nach 9 Uhr zu landen.

Die Schweizer Luftwaffe hat die neue Swiss-Boeing 777 im Rahmen eines Trainings für Luftpolizeieinsätze begleitet, so Luftwaffenchef Jürg Nussbaum.

Ankunft der Boing 777-300ER in Zürich-Kloten: Das neue Flaggschiff der Swiss - die «Triple Seven» – erstmals über Schweizer Luftraum.
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Hier bin ich! Die Boeing präsentiert sich im Tiefflug über Zürich-Kloten, begleitet von zwei F/A-18 der Schweizer Luftwaffe.
Das Flaggschiff ist gelandet.
Es geht zum Dok B - wo das Publikum zahlreich wartet.
Die Boeing 777-300ER ist angekommen.
Die Schaulustigen filmen und fotografieren - ein Ereignis!
Die Bodencrew des Flughafens Zürich-Kloten nimmt das Langstreckenflugzeug in Empfang.
Begrüssung mit einem Wasservorhang der Flughafenfeuerwehr.
Einfach Swiss.
Die neue Boeing landet in Zürich-Kloten: Freude im Cockpit nach dem Jungfernflug von Everett (USA) in die Schweiz - die Piloten schwingen die Schweizerfahne.
Harry Hohmeister übergibt die Swiss-Führung an Thomas Klür.

Ankunft der Boing 777-300ER in Zürich-Kloten: Das neue Flaggschiff der Swiss - die «Triple Seven» – erstmals über Schweizer Luftraum.

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Nach der Landung wurde die Maschine von Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr begrüsst. Die Piloten winkten mit einer Schweizer Flagge aus dem Cockpit. Das Ereignis hatte hunderte Flugzeugfans, Schaulustige, Prominente und Medienleute angelockt.

Der Blick ins Innere des neuen Flaggschiffes zeigt: Die Ausstattung dieses Flugzeuges sieht anders aus.

So siehts im Inneren des neuen Swiss-Aushängeschilds aus: Pilot Andreas Boner flog die «777» von den USA in die Schweiz. Auf dem Sitz des Co-Piloten sitzt der neue Swiss-CEO Thomas Klühr.
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Blick auf die Sitzreihen der Economy Class - mehr Beinfreiheit dank optimierter Sitze und einer verbesserten Geometrie verspricht die Swiss.
An Bord wird Unterhaltung geboten.
Übrigens: Die neue Maschine fliegt als erstes die Nordamerika-Route.
Ja das WIFI - die teuren Roaminggebühren konnten die Social-Media-Gemeinschaft nicht überzeugen.
Warten auf den grossen Moment - den Blick ins Innere des Langstreckenfliegers.
Business Class - mehr Privatsphäre.
Schweizer Technologie - die Bordküche.
Die First Class Kabine - fast wie zuhause...
Die Sitze der First Class können zu einem Bett ausgezogen werden.

So siehts im Inneren des neuen Swiss-Aushängeschilds aus: Pilot Andreas Boner flog die «777» von den USA in die Schweiz. Auf dem Sitz des Co-Piloten sitzt der neue Swiss-CEO Thomas Klühr.

Nordwestschweiz

Insgesamt hat die Schweizer Fluggesellschaft für 3 Milliarden Franken neun Boeing 777 bestellt, welche bis 2018 die bisherigen Langstreckenflieger des Typs Airbus A340 ersetzen sollen. Die Boeing 777 fasst 121 Passagiere mehr als die A340. Total hat sie 340 Sitze, davon 8 in der Ersten Klasse, 62 in der Businessklasse und 270 in der Economy.

Zudem hat die Boeing mit 945 Kilometern pro Stunde eine um 45 km grössere Höchstgeschwindigkeit als der Airbus A340. Zudem ist die Reichweite der auch Triple Seven genannte Maschine um 4000 km grösser. Überdies verbraucht sie 23 Prozent weniger Flugbenzin pro Sitzplatz.

Mehr Komfort, mehr Beinfreiheit

Die Passagiere können sich in der Ersten und in der Businessklasse über mehr Komfort freuen. In der Economy rücken die Passagiere indes näher zusammen. Neu sitzen sie dort in einer Zehnerreihe. Zudem ist der Sitzabstand mit knapp 79 Zentimetern um 2,5 cm kleiner als im Airbus A340.

Dennoch verspricht die Swiss mehr Beinfreiheit. Ein Grund sei "die verbesserte Konstruktion und Geometrie des Sitzes". Zudem befänden sich unter den Sitzen keine Boxen von Bordunterhaltungssystemen mehr. Allerdings schränken die Sitzstreben die Beinfreiheit im Gegenzug wieder ein, wie ein Augenschein der sda ergab. Der "Einsatz neuester Sitzkissentechnologie" soll den Komfort erhöhen.

Ausserdem gibt es einen 28 cm grossen persönlichen Touchscreen und drahtloses Internet im ganzen Flugzeug. Des Weiteren steht den Passagieren ein Selbstbedienungskiosk mit Snacks und Getränken zur Verfügung.

Über den Wolken telefonieren

Für eine Testphase von einem Jahr führt die Swiss die Handytelefonie über den Wolken ein. Auch SMS sollen möglich sein. In Onlineforen löste die Ankündigung der Telefonie während des Fluges viel Kritik aus. Bei der Swiss hiess es, man werde die Testphase eng begleiten und etwaige Kundenrückmeldungen sorgfältig prüfen.

360 neue Stellen

Die neuen grösseren Maschinen benötigen auch mehr Personal. Dafür werden in den kommenden Jahren 360 neue Stellen geschaffen. Die erste neue Boeing fliegt zunächst nach Nordamerika. Die weiteren Maschinen, die nach und nach eintreffen, werden ab Sommerflugplan primär auf Strecken nach Hongkong, Bangkok, Los Angeles, San Francisco, Sao Paulo und Tel Aviv eingesetzt.

Die Boeings sind nicht die einzigen neuen Flugzeuge, die die Swiss erhält. Ab Sommer soll auch die neue CSeries von Bombardier eintreffen, welche die veralteten Avro-Jumbolinos ersetzen soll, die weniger Passagiere fassen. Die grösseren Flugzeuge der Europaflotte sind nötig, um mehr Umsteigepassagiere für die grösseren Langstreckenflieger nach Zürich transportieren zu können. (sts/sda)

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