Jahresabschluss Bâloise
Deutliche Gewinnverbesserung, die Versicherung setzt sich neue Ziele

Das letzte Jahr war für die Versicherung trotz Tiefzinsumgebung und Ungewissheit um die Eurozone erfolgreich. Der Gewinn stieg von 61 auf 437 Millionen Franken.

Matthias Niklowitz
Drucken
Teilen
Bâloise-CEO Martin Strobel kann heute an der Bilanzmedienkonferenz gute Zahlen präsentieren.

Bâloise-CEO Martin Strobel kann heute an der Bilanzmedienkonferenz gute Zahlen präsentieren.

KEYSTONE

Die Bâloise-Versicherungsgruppe steigerte ihren Gewinn im letzten Jahr deutlich: Nachdem 2011 noch durch einen Abschreiber auf griechische Staatsanleihen und weitere Einmalfaktoren belastet war, vervielfachte sich der Konzerngewinn von 61 auf 436,6 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstagmorgen mitteilte.

Das Geschäftsvolumen stieg um 3,8 Prozent in Lokalwährungen auf 8,358 Milliarden Franken. Um über 25 Prozent verbesserte sich das Eigenkapital der Gruppe auf 4,872 Milliarden Franken. Daraus ergibt sich eine Solvenzmarge von 203 auf 277 Prozent. Diese Marge gilt, ähnlich wie die Eigenkapitalverhältnisse bei Banken, als wichtiger Indikator der finanziellen Stabilität von Versicherungen. Werte von über 180 Prozent gelten laut Analysten bereits als «gut bis sehr gut».

Umgekehrt fiel der Schaden--Kosten-Satz der Bâloise auf 94,1 Prozent von 95,5 Prozent im Vorjahr. Hier gilt: Je weniger, desto besser für die Versicherung. Denn je grösser die Differenz zu hundert Prozent, desto mehr Geld verdient eine Versicherung.

«Unser gutes Ergebnis basiert auf unserem kerngesunden Versicherungsgeschäft sowie dem guten Ertrag der Kapitalanlagen», lässt sich Martin Strobel, der CEO der Baloise Group, zitieren. «Das strategische Wachstums- und Ertragssteigerungsprogramm „Baloise 2012“ hat 214 Mio. CHF zur dauerhaften Ertragskraft beigetragen.»

Die Versicherung will einen Teil der Gewinne ihren Aktionären weiter geben. Zum sechstem mal in Folge soll eine Dividende von 4.50 Franken ausgeschüttet werden.

Mit den Zahlen haben die Basler die Erwartungen der Analysten erfüllt. Am Markt hatte man mit einem Gewinn um 430 Millionen Franken und einem Combined Ratio um 94,5 Prozent gerechnet.

Für die nächsten Jahre hat sich die Versicherung die Messlatte höher gelegt: Es soll eine Eigenkapitalrendite zwischen 8 und 12 Prozent erreicht werden. Beim Schaden-Kosten-Satz gilt das Zielband zwischen 93 und 96 Prozent, die Dividenden sollen auf attraktivem Niveau bleiben und das Neugeschäft soll bei Lebensversicherungen eine Marge über 10 Prozent aufweisen.

Vorbörslich wurde der Aktienkurs mit einem Abschlag von 0,5 Prozent gestellt.

Aktuelle Nachrichten