Vulkan

Der gelbe Riese wartet auf 50 Tonnen Post

Der isländische Vulkan sorgt dafür, dass die Kunden ihre Post später bekommen.

Paketpost

Der isländische Vulkan sorgt dafür, dass die Kunden ihre Post später bekommen.

Coop gehen die Rosen aus, Migros die Spargeln. Aber auch die Schweizerische Post fällt der Laune der Natur zum Opfer. Seit Ausbruch des Vulkans stecken über 50 Tonnen an Briefen und Paketen auf Flughäfen weltweit fest.

Der Ausbruch des isländischen Vulkans sorgt auch bei der Schweizerische Post für Kopfzerbrechen: Recherchen von «a-z.ch» zeigen, dass derzeit viele Schweizerinnen und Schweizer vergeblich auf ihre Post aus dem Ausland warten. «Seit Freitag Mittag bis Montag Abend, bleiben Ankünfte per Flugzeuge von mehr als 50 Tonnen Importvolumen aus», bestätigt Post-Sprecher Mariano Masserini auf Anfrage. Bei ungestörtem Verkehr, erreichen durchschnittlich 22 Tonnen Briefe und Pakete per Flugzeuge aus dem Ausland täglich die Schweiz.

Derweil versucht die Post alles, um die Briefe und Pakete so schnell wie möglich den Kunden zukommen zu lassen. Deshalb wird die Post aus den angrenzenden EU-Staaten - darunter Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und den Benelux-Ländern - vom Flugzeug auf die Lastwagen umgeladen und über dem Landweg in die Schweiz transportiert.

Kein wirtschaftlicher Schaden entstanden

Im Gegensatz zur Luftfahrt ist der Post aber kein wirtschaftlicher Schaden entstanden. «Der Schweizerischen Post ist im Importverkehr praktisch kein Schaden entstanden. Im Export kann dann der Post ein Schaden entstehen, wenn ein Kunde sich entschliesst, Sendungen nicht via Post zu transportieren, sondern sie einer Spedition zum Transport über die Strasse übergibt», sagt Post-Sprecher Masserini.

Neben der gestrandeten Post, sitzen auch mehrere Mitarbeiter des gelben Riesen, die aus den Ferien zurück in die Schweiz reisen wollten, an diversen Flughäfen fest. Gegenüber diesen Mitarbeitern zeigt sich der Staatsbetrieb grosszügig. «Können Mitarbeitende auf Grund der Verkehrslage nicht oder nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen, gelten nachfolgende Regelungen: Es soll kein Lohnabzug und keine Kürzung des Ferienguthabens erfolgen», sagt Masserini. Eine Kompensation könne allerdings über den Ausgleich von Guthaben an Überzeit, Ruhetagen oder Ausgleichstagen erfolgen.

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