Molbilfunk

Das taugen die neuen Flatrate-Abos von Swisscom wirklich

Für Jugendliche und Festnetz-Kunden gibts Rabatt.

Für Jugendliche und Festnetz-Kunden gibts Rabatt.

Swisscom bringt mit fünf neuen «Flatrate»-Handyabos Bewegung in den Markt. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten und der Vergleich mit der Konkurrenz.

Was gibts Neues?

Die Swisscom lanciert fünf neue Mobilfunk-Abos:

  • «inOne Mobile Go»,
  • «inOne Mobile Premium»,
  • «inOne Mobile Basic»,
  • «Swiss Mobile Flat» und
  • «Swiss Mobile Light».

Die neuen Angebote ersetzen die bisherigen Swisscom-Abos und sind ab 25. Februar 2019 gültig. Ausnahme: Swiss Mobile Light soll laut Ankündigung erst im April kommen.

1. «inOne Mobile Go»

2. «inOne Mobile Premium»

3. «inOne Mobile Basic»

4. «Swiss Mobile Flat»

5. «Swiss Mobile Light»

Schafft Swisscom tatsächlich das Roaming ab?

Jein. 😏

Telekom-Experte Ralf Beyeler von moneyland.ch:

Was positiv sei: Swisscom gebe endlich das schwerverständliche System mit den Roaming-Tagen auf. «Bisher konnten Swisscom-Kunden je nach Abo nur während einer begrenzten Anzahl Tage pro Jahr ihre Roaming-Leistungen nutzen.»

Wie unterscheidet sich das neue inOne Mobile Go von bisherigen inOne-Abos? 

Der Vergleichsdienst Dschungelkompass hält die Unterschiede zwischen Swisscoms bisherigen inOne-Abos und dem neuen Europa-Flatrate-Abo in einer Tabelle fest:

Wie schnell kann man mit inOne Mobile Go surfen?

Dazu schreibt Dschungelkompass-Geschäftsführer Oliver Zadori:

Grosser Abo-Vergleich: Unbegrenzte Flatrate mit Roaming

In der nachfolgenden Tabelle listet Dschungelkompass die günstigsten Mobilfunk-Abos auf, die innerhalb der Schweizunlimitierte Gespräche und Daten beinhalten, sowie auch Guthaben für Roaming enthalten.

«Swisscoms neues inOne Mobile Go belegt hier einen mittleren Platz. Allerdings sind die vordersten Plätze Aktionsangebote, die nur für kurze Zeit erhältlich sind», schreibt der Handytarif-Experte Oliver Zadori von Dschungelkompass.

Der Dschungelkompass-Geschäftsführers hält in seiner auch online verfügbaren Tarif-Analyse fest:

  • Für die unlimitierte Nutzung innerhalb der Schweiz gehöre das neue Swisscom inOne Mobile Go mit 80 respektive 60 Franken eher zu den teureren Angeboten. Das ebenfalls neue Swisscom Swiss Mobile Flat sei mit 65 Franken günstiger, enthalte dafür aber kein Inklusiv-Roaming.
  • Wie die Tabelle zeige, enthalte kein anderes Angebot unlimitiertes Datenvolumen in der EU. Wer in der EU regelmässig und viel Daten brauche und auch telefoniere, sollte mit dem neuen inOne Mobile Go günstiger fahren.
  • Abos mit unlimitiertem Telefonieren und Datenvolumen in der EU werden auch von Sunrise, Salt und UPCangeboten. Das Datenvolumen sei jedoch bei Sunrise und Salt auf monatlich 4 GB, bei UPC auf max. 10 GB begrenzt.
  • Ohne Berücksichtigung von Kombirabatten seien die Angebote von UPC und Swisscom praktisch gleich teuer. Das Abo von Salt sei mit dem regulären Preis von 89 Franken teurer, wie auch das von Sunrise mit 130 Franken. 
  • Ein Vorteil dieser Angebote sei, dass die USA und Kanada zum Inklusiv-Roaming zählen. Wer sein Swisscom-Abo auch in den beiden Ländern unlimitiert nutzen wolle, könne die Option «Intercontinental Pack» für monatlich 70 Franken hinzubuchen. Dadurch werde das Swisscom-Angebot teurer, beinhalte aber auch klar mehr Datenvolumen.

Prepaid- und Abo-Vergleich: 60 Minuten Telefonie und 2 GB Daten

Bei der folgenden Tabelle hat Dschungelkompass die Kosten berechnet, wenn 60 Minuten telefoniert und 2 GB Datenvolumen verbraucht werden. Für diese Nutzung gebe es zahlreiche günstigere Anbieter.

Interessant sei, dass die Untermarken von Swisscom wie M-Budget, Coop Mobile und Wingo auch ohne Berücksichtigung von Promotionspreisen deutlich günstiger seien.

Beim neuen Swisscom inOne Mobile Basic müsse jedoch berücksichtigt werden, dass die Telefonie-Flatrate und das monatliche Datenvolumen von 2 GB in der Schweiz, wie auch in der EU genutzt werden kann. Dies ist identisch mit dem neuen UPC Flex Europe, jedoch 6 Franken teurer.

Dazu hält Ralf Beyeler vom Vergleichsdienst Moneyland fest:

Und Wenignutzer?

Auch für Wenignutzer habe die Swisscom eher teurere Angebote, hält Dschungelkompass fest. Ab April werde das neue «inOne swiss mobile light» verfügbar sein. Dies enthalte für 25 Franken monatlich 500 MB Datenvolumen und unlimitierte Anrufe in das Swisscom Fest- und Mobilnetz. Anrufe in andere Netze werden mit 40 Rappen pro Minute verrechnet. 

Worauf müssen wechselwillige Swisscom-Kunden achten?

Auf der Swisscom-Website steht:

Swisscom-Sprecherin Annina Merk präzisiert:

Jederzeit kostenlos möglich sei ein Wechsel auf ein höherwertiges (sprich teureres) «inOne mobile»-Abo. Dies gilt ab der Lancierung der neuen Abos.

Welches Angebot passt?

Welches Mobilfunk-Abo oder Prepaid-Angebot zu einem passt, hängt natürlich von den individuellen Bedürfnissen ab. Mit den Tarifrechnern von Anbietern wie Dschungelkompass oder Moneyland lässt sich das Geeignetste finden.

Warum gibts keine vergünstigten Handys mehr?

Swisscom tut, was die Konkurrenz schon länger tut.

Und wenn man kein Geld für ein neues Handy hat?

Verschiedene Unternehmen nehmen das alte Gerät in Zahlung. Oder wie wärs mit einer umweltschonenden Occasion?

Kann man mit «inOne mobile go» die Apple Watch 4 im Ausland nutzen?

Bisher ist es nicht möglich, mit der Apple Watch 4 im Ausland das mobile Internet zu nutzen. Und das wird weiterhin nicht möglich sein, obwohl beim teuersten neuen Swisscom-Abo keine separaten Handy-Roamingkosten anfallen.

Die Samsung Watch Galaxy hingegen unterstützt gemäss Swisscom-Website internationales Roaming und könne somit vollumfänglich im Ausland genutzt werden.

Kann der Swisscom-Kundendienst weiterhelfen?

Ein Test von watson kurz nach der Präsentation der neuen Handy-Abos hat ergeben, dass Swisscoms Kundendienst-Mitarbeiter noch nicht umfassend über die Neuerungen Bescheid wissen. So erhielten wir leider eine falsche Auskunft. Wechselwillige sollten Angaben am Telefon und im Support-Chat kritisch hinterfragen, bzw. wenn möglich überprüfen.

Was ist mit 5G?

Das «superschnelle Handynetz der fünften Generation» ist vorerst vor allem ein Medien-Hype-Thema. Bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit ist es ein weiter Weg.

Was man sicher braucht, ist ein 5G-taugliches Smartphone. Und da wollen Samsung und Co. bald loslegen. Ob auch Apples nächste iPhone-Generation 5G-tauglich ist, wird sich voraussichtlich im kommenden Herbst zeigen.

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