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Das Game-Jahr 2013: Die Konkurrenz für Sony ist gross

Anders als bei der Playstation 4, steht schon fest wie die Konsole Shield von Nvidia aussieht.

Shield

Anders als bei der Playstation 4, steht schon fest wie die Konsole Shield von Nvidia aussieht.

Gestern hat Sony die neue Spielkonsole Playstation 4 vorgestellt. Die Konsole soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Dabei kommt es Sony mit viel Konkurrenz zu tun. Denn neben Microsoft und Nintendo drängen neue Firmen in den Spielkonsolen-Markt

Lange haben sich Sony (Playstation), Microsoft (Xbox) und Nintendo den Spielkonsolen-Markt untereinander aufgeteilt. Doch das ändert sich. Handys und Tablets sind bereits jetzt die beliebtesten portablen Spielkonsolen. Nun drängen neue Wettbewerber mit innovativer Hardware in den Mark der stationären Spielkonsolen. Das Jahr 2013 wird aufregend für die Computerspielbranche.Wir stellen die grössten Konkurrenten der Playstation 4 vor.

Wii U:

Bereits fürs Weihnachtsgeschäft 2012 hat Nintendo die neue Spielkonsole Wii U auf den Markt gebracht. Die Konsole verfügt über ein Game-Pad mit Touchscreen, auf dem Spielinformationen angezeigt werden können. Die Grafik lässt sich in etwa mit jener der nun siebenjährigen Xbox 360 vergleichen. Von einer neuen Konsole erwartet man mehr.

Die Wii U ist die Nachfolgerin der 2006 erschienenen Wii, die dank bewegungssensitiver Steuerung ein grosser Erfolg wurde. Ähnliches zeichnet sich bei der Wii U nicht ab. Die Konsole verkauft sich nur schleppend. Das Absatzziel korrigiert Nintendo von anfänglich angepeilten 5,5 Millionen Konsolen bis März 2013 auf 4 Millionen Konsolen.

Xbox 720:

Es ist damit zu rechnen, dass Microsoft ebenfalls dieses Jahr eine neue Xbox auf den Markt bringen wird. Vermutlich wird das Unternehmen aus Redmond seine neue Spielkonsole auf der Game-Messe E3 präsentieren, die jeweils im Juni in Los Angeles stattfindet. Sony oder Microsoft - wer der beiden Elektronik-Riesen die besseren Karten auf dem Game-Markt haben wird, hängt nicht zuletzt vom Spieleportfolio und Exklusivtiteln ab.

Shield:

Der Grafikkarten-Hersteller Nvidia hat Anfang Jahr eine eigene Spielkonsole vorgestellt. Damit tritt der Zulieferer in direkte Konkurrenz mit Sony, Microsoft und Nintendo. Auf den ersten Blick erinnert das Gerät mit den farbigen Knöpfen und den beiden Analogsticks (Mini-Joysticks) an einen Xbox-Controller. Doch das Shield genannte Gerät ist mehr als bloss ein Controller: Es verfügt über einen eigenen Prozessor und einen 5-Zoll-Bildschirm, sodass damit auch unterwegs gespielt werden kann.

Der eigentliche Clou aber ist, dass Shield sogenanntes Cloud-Gaming ermöglicht. Dabei wird die Grafik nicht auf dem Endgerät berechnet, sondern in der Cloud, also in einem Rechenzentrum irgendwo auf der Welt. Von dort werden dann die Bilder via Konsole auf den heimischen Fernseher gestreamt. So lassen sich grafisch aufwendige Games spielen, ohne dass man zu Hause über eine hochgezüchtete Game-Maschine verfügt. Voraussetzung ist eine schnelle, stabile Internetverbindung.


Steambox:

Seit einigen Jahren betreibt die Spieleschmiede Valve („Half-Life") die digitale Computerspiel-Plattform Steam. Darauf vertreibt das Unternehmen neben eigenen Spielen auch solche von anderen Herstellern. Noch dieses Jahr will Valve eine eigene Spielkonsole für den Fernseher herausbringen: die Steambox. Die Konsole basiert auf Linux und soll Computerspiele auf grosse HD-Fernsehgeräte portieren. Gebaut wird die Hardware vom amerikanischen Unternehmen Xi3. Da Valve über ein reiches Spieleportfolio verfügt und auf eine grosse Fangemeinde zurückgreifen kann, hat das Unternehmen gute Chancen auch im Wohnzimmer Fuss zu fassen, sofern die Hardware überzeugt.

Ouya:

Bereits im April soll die Spielkonsole Ouya auf den Markt kommen. Es handelt sich dabei um einen kleinen Würfel mit einer Kantenlänge von 6 Zentimetern und einem Game-Controller, der an jenen der Playsation-3 erinnert. Das System basiert auf Googles Open-Source-Software-Technologie Android und soll unter 100 Franken zu haben sein. Technisch lässt sich die Konsole nicht mit der Playstation 4 vergleichen. Grafische Meisterleistungen sind von Ouya nicht zu erwarten, aber es könnte eine spannende Plattform werden, um Independent-Spiele - die momentan vor allem für PC, Handy und Tablet entwickelt werden - auf den Fernseher zu bringen.

Smart-TVs:

„Angry Birds" lässt sich schon jetzt auf dem Smart-TV spielen. Je besser diese Geräte werden, desto mehr könnten sie den klassischen Spielkonsolen gefährlich werden. Smart-TVs sind Computer fürs Wohnzimmer und verfügen oft über Gestensteuerung, womit sich auch Games steuern lassen. Da die neuen TVs auch über einen Internet-Anschluss verfügen, lassen sich Apps (Games) einfach auf den Fernseher bringen.

Denkbar wäre, dass sich so auch Games streamen lassen - genau gleich wie das heute schon bei Filmen der Fall ist. Statt eines leistungsstarken Rechners bräuchte man dann für das Spielen von grafisch aufregenden Titeln nur noch eine sehr schnelle Internetleitung. Denn die Grafik wird auf einem Server irgendwo auf der Welt und nicht auf dem Fernseher selber berechnet. So wie die Smartphones die portablen Spielkonsolen überflüssig gemacht haben, könnten Smart-TVs dereinst auch die Heimkonsolen aus dem Wohnzimmer verdrängen. Von Samsung und Co. geht grosse Konkurrenz aus.

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