"Die Autarkie-Idee, wir müssten alles selbst tun, ist keine Lösung. Versorgungssicherheit entsteht im europäischen Verbund" betonte er. "Ohne Stromabkommen werden die Schweizer Akteure vom Marktzugang ausgeschlossen, und wir werden an Solidaritätsmechanismen bei Mangellagen nicht teilnehmen können", führte Revaz weiter aus.

Der Strom würde zwar weiter fliessen, auch wenn die Schweiz markttechnisch nicht dabei sei. "Es wird jedoch teuer", sagte er gegenüber der "NZZ".

Die Schweiz müsse sich jetzt vorbereiten, in 15 bis 20 Jahren auf Atomstrom zu verzichten, erklärte Revaz weiter. "Wir sind mitten in der Umwandlung des Systems, zwischen zentral und dezentral, zwischen Erzeugung und Verbrauch, zwischen Produktions- und Speichertechnologien", sagte er.