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Börsengeschäft macht mittlerweile Hälfte des Geschäfts der SIX aus

Die SIX Group hat für 2019 einen höheren operativen Gewinn gemeldet. (Archivbild)

Die SIX Group hat für 2019 einen höheren operativen Gewinn gemeldet. (Archivbild)

Bei der Börsenbetreiberin SIX hat das Börsengeschäft nach dem Verkauf des Kartengeschäfts an Gewicht zugelegt: Mittlerweile macht das Wertschriftengeschäft in etwa die Hälfte des Umsatzes und des Gewinns aus. Dazu hat auch indirekt der Streit mit der EU beigetragen.

Insgesamt hat sich der Gruppenumsatz - nach dem Verkauf des Payment-Geschäfts an die französische Worldline im November 2018 - in etwa halbiert. Der Betriebsertrag der SIX erreichte im vergangenen Jahr 1,13 Milliarden Franken nach 1,94 Milliarden Franken im Vorjahr.

Im verbliebenen Geschäft konnte die SIX allerdings wachsen: Denn ohne den Kartenbereich wären es 2018 lediglich 1,12 Milliarden Umsatz gewesen. Daraus ergebe sich für 2019 ein Plus von 1,2 Prozent, teilte die Gruppe am Dienstag mit.

Investitionen in die Zukunft

Auf der Gegenseite legten die Betriebskosten ebenfalls leicht zu (+0,5%). Von regulatorisch bedingten erheblichen Aufwänden ist die Rede sowie von substanziellen Investitionen im Rahmen der 2018 eingeleiteten Neuausrichtung des Unternehmens. Unter anderem wurde in die Innovationssparte und in die Division für Bankendienstleistungen Geld gesteckt. Ein weiteres grosses Projekt ist die geplante digitale Börse, die SIX Digital Exchange (SDX).

Das Betriebsergebnis EBITDA stieg im weitergeführten Geschäft damit um 4,4 Prozent auf 213,5 Millionen Franken. Der EBIT legte gar um fast ein Viertel auf 168,0 Millionen zu. Denn die SIX profitierte indirekt vom weiter wachsenden Kartengeschäft - über die Beteiligung an Worldline von rund 27 Prozent. Der Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen lag bei knapp 70 Millionen Franken nach einem Fehlbetrag im Vorjahr.

Unter dem Strich verdiente die SIX 120,5 Millionen Franken. Das ist ein Bruchteil des Riesengewinns 2018, als der Verkauf des Kartengeschäfts ihr ein Plus von knapp 3 Milliarden Franken bescherte. Im Vergleich zum verbliebenen Geschäft stieg das Ergebnis jedoch um 27 Prozent an, wie es hiess.

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