Importiert direkt aus dem Tempel des Konsums, den Vereinigten Staaten, hat das Konzept des Black Fridays schon seit einigen Jahren auch in der Schweiz Fuss gefasst. Gemäss der Plattform «Black Friday Global», die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Rabatt-Tag noch bekannter zu machen, macht sich knapp die Hälfte aller Schweizer dieses Jahr auf Schnäppchenjagd. 

1. Die Top 10 der Einkäufe

Am häufigsten werden nicht etwa TV- und Hifi-Geräte gekauft, sondern Kleidung. Die Elektronik folgt erst auf Platz zwei. Ebenfalls beliebt sind Schuhe, Kosmetika und Parfüm oder Haushaltsgeräte. 

2. Wo die Schweizer shoppen gehen

Im Gegensatz zum vorherigen Jahr werden sich dieses Jahr mehr Menschen online auf Schnäppchenjagd begeben.  

3. So viel Geld wird verprasst

Im Gegensatz zu den Amerikanern zeigen sich die Schweizer verhalten bei den Ausgaben. Im Durchschnitt geben Herr und Frau Schweizer 138 Franken am Black Friday aus. In Amerika sind es umgerechnet mehr als 500 Franken pro Person. 

4. So viel Geld wird gespart

Gemäss der Plattform «Black Friday Deals» sparen Herr und Frau Schweizer durchschnittlich 150 Franken am Black Friday ein. Händler gewähren dabei im Durchschnitt 52 Prozent Rabatt auf ihre Produkte. Spitzenreiter bei den Rabatten bleiben die USA. Dort gewähren die Händler einen durchschnittlichen Erlass von 68 Prozent, dicht gefolgt von Kanada mit 66 Prozent. 

Diese Menschen gehen für ein Schnäppchen (fast) über Leichen

Black Friday: Diese Menschen gehen für ein Schnäppchen (fast) über Leichen

5. Die Kritik wächst

Nicht nur die Bekanntheit des Rabatt-Tages wächst, sondern auch die Kritik daran. Letztes Jahr startete Greenpeace eine Kampagne gegen den Black Friday. Unter dem Motto «Buy Nothing, Make Something» machte die NGO auf die negativen Seiten des Konsums aufmerksam. 

«Das Kauffieber am Black Friday erzeugt mehr Abfall als je zuvor. Dieser gefährliche Trend schadet unserem Planeten. Wir kaufen ohne nachzudenken, aber die Verschwendung, die dadurch entsteht, wird manchmal noch Jahrhunderte lang spürbar sein», fasste Kampagnenleitern Chiara Campione zusammen. 

6. Erst denken, dann kaufen

Viele Experten raten, den Black Friday kritisch zu betrachten. Sie empfehlen: Eisern an den Einkaufszettel halten und nicht wild Dinge kaufen, nur weil sie günstiger sind. Denn oft tricksen die Händler mit viel zu astronomisch hoch angesetzten Vergleichspreisen. 

Vergleichen lohnt sich. Oft locken Händler mit Tiefstpreisgarantien. Der Händler verspricht dem Kunden: Findest du ein günstigeres Angebot unseres Produkts, kriegst du die Differenz zurück. Im Glauben, bereits das beste Angebot gefunden zu haben, machen sich viele Kunden dann gar nicht erst die Mühe eines Preisvergleiches. 

Sich nicht stressen lassen und nur kaufen, was man wirklich braucht – das empfehlen Experten.

Sich nicht stressen lassen und nur kaufen, was man wirklich braucht – das empfehlen Experten.

Auch vom Zeitdruck, den viele Händler auf die Kunden ausüben, soll man sich nicht beirren lassen. Geringe Bestände oder Countdowns sind meist Humbug.