Bis vor kurzem hielten die Walliser Behörden noch an einer Eröffnung der Autobahn im 2019 fest. Der Rückstand des Projektes habe verschiedene Gründe, wird Narcisse Crettenand (FDP), Präsident der Geschäftsprüfungskommission in der Walliser Tageszeitung "Le Nouvelliste" zitiert.

So bestünden geologische Risiken etwa beim Riedberg-Tunnel, bei Turtmann und beim Eingang des Visper Tunnels. Dazu kämen juristische Probleme, etwa im Nachgang zu der Affäre um die Vorauszahlungen. Damit sei viel zerstört worden, sagte Crettenand.

Es waren Millionenzahlungen an Unternehmer geleistet worden für Arbeiten, die noch gar nicht realisiert worden waren. Nach dieser Affäre sei eine Reihe von Massnahmen und Vorkehrungen getroffen worden, damit sich so etwas nicht wiederhole.

Crettenand geht nicht davon aus, dass die Umweltverschmutzung durch Quecksilber, die in der Gegend von Visp entdeckt wurde, weitere Verzögerungen beim Autobahnbau bewirken wird. Allerdings sei diese Frage noch nicht wirklich in die Diskussionen der Geschäftsprüfungskommission einbezogen worden.