Grund für die Umsatzsteigerung sind der Zukauf der Radiosender Radio 24 und Argovia, die Konsolidierung der S1 AG und des Newsportals Watson sowie organisches Wachstum im nationalen TV-Geschäft und im Digitalbereich. Infolge des Joint Ventures CH Media ist das Unternehmensergebnis stark durch Rückstellungen und Einmalkosten geprägt.

Weiter wird in der Medienmitteilung des Unternehmens, das auch dieses Portal herausgibt, folgendes festgehalten:

Das Geschäftsjahr der AZ Medien setzt sich aus den ersten drei Quartalen AZ Medien sowie 50% des vierten Quartals und damit des ersten Quartals der CH Media zusammen.

AZ Medien agierten 2018 erneut in einem äusserst herausfordernden Marktumfeld und in einer vom Strukturwandel gezeichneten Branche. Rückläufige Printmärkte sowie hohe Investitionen in die Diversifikation des Portfolios und die Transformation der bestehenden Geschäfte trugen massgeblich zum negativen operativen Ergebnis bei. Ebenso belasteten die Rückstellungen für die bevorstehende Restrukturierung im Rahmen des Joint Ventures CH Media im 4. Quartal das Ergebnis. So ging trotz diverser Sparmassnahmen das EBITDA auf 14,9 Mio. CHF (VJ 18,1 Mio. CHF) und das EBIT auf –1,8 Mio. CHF (VJ 0,9 Mio. CHF) zurück. Das Unternehmensergebnis beträgt –2,2 MCHF.

Integration von Radio und TV

Wesentliche Effekte für die Umsatzsteigerung waren die Integration der Radiosender «Radio 24» und «Radio Argovia», die Konsolidierung des privaten TV Senders «S1» sowie die Integration von «Watson» in AZ Medien. Positiv zum Umsatz im bestehenden Portfolio trug zudem das nationale TV-Geschäft, der Zeitungsdruck sowie das Digitalgeschäft bei.

Aufgrund des Zusammenschlusses zum Joint Venture CH Media ergaben sich zahlreiche einmalige Sondereffekte, die sowohl das operative wie auch das Konzernergebnis der AZ Medien beeinflussen. Unter anderem wurden die Grundsätze der Rechnungslegung der AZ Medien mit denen der CH Media vereinheitlicht. Dies hat zu einem Restatement der Finanzkennzahlen des Jahres 2017 geführt.

Die flüssigen Mittel legten um 11 Mio. CHF auf 62 Mio. CHF zu, die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 49% auf neu 38%. Dies aufgrund der externen Finanzierung von Investitionen, insbesondere der Radiostationen.

Der Personalbestand von AZ Medien betrug am 30.9.2018 insgesamt 847 Vollzeitstellen.

CEO Axel Wüstmann sagt zum Geschäftsjahr:

«2018 ist ein ausserordentliches Jahr mit dem Beginn des Joint Ventures CH Media zwischen AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe, die ihre Regionalmedien in das Joint Venture eingebracht hat. Trotz hohen Belastungen für die gesamte Organisation konnte in einem schwierigen Umfeld, geprägt vom rückläufigen Printmarkt, der Umsatz dank Akquisitionen um 25 Mio. CHF gesteigert werden. Das operative EBITDA war rückläufig. Dies ist neben den Marktbedingungen auch auf Konsolidierungseffekte zurückzuführen.

Das Unternehmensergebnis beträgt –2,2 Mio. CHF und ist massgeblich durch Sondereffekte beeinflusst. Das operative Ergebnis zeigt einmal mehr, dass der Zusammenschluss mit den Regionalmedien der NZZMediengruppe ein wichtiger und notwendiger Schritt für beide Partner ist. CH Media ist stärker als es AZ Medien oder die NZZ-Regionalmedien allein sein könnten.»